Klassiker mit Urlaubsfeeling: So stylt man maritime Mode

Der Hut ist ein Gag - aber ansonsten lässt sich das Outfit von Sheego mit Anklang zur Seefahrt im Sommer sehr gut tragen (Blazer ca. 70 Euro, Jeans ca. 50 Euro, T-Shirt ca. 10 Euro). Foto: Sheego
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Der Hut ist ein Gag - aber ansonsten lässt sich das Outfit von Sheego mit Anklang zur Seefahrt im Sommer sehr gut tragen (Blazer ca. 70 Euro, Jeans ca. 50 Euro, T-Shirt ca. 10 Euro). Foto: Sheego
Die Jacke im blau-weißen Ringellook und Schuhe mit Ankermotiv gibt es etwa bei Mona (Wendejacke ca. 80 Euro, Schuhe ca. 40 Euro). Foto: Mona
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Die Jacke im blau-weißen Ringellook und Schuhe mit Ankermotiv gibt es etwa bei Mona (Wendejacke ca. 80 Euro, Schuhe ca. 40 Euro). Foto: Mona
Das Ringelshirt in Blau und Weiß, dazu die Hose in Weiß - ein perfektes Outfit im lässigen maritimen Stil von Cinque (Bluse ca. 100 Euro, Hose ca. 130 Euro). Foto: Cinque
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Das Ringelshirt in Blau und Weiß, dazu die Hose in Weiß - ein perfektes Outfit im lässigen maritimen Stil von Cinque (Bluse ca. 100 Euro, Hose ca. 130 Euro). Foto: Cinque
Über dem Ringelshirt tragen Frauen gerne einen blauen Blazer mit Goldknöpfen, wie hier bei Ralph Lauren (Jacke 1750 Euro, T-shirt 150 Euro, Hose 1350 Euro). Foto: Ralph Lauren
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Über dem Ringelshirt tragen Frauen gerne einen blauen Blazer mit Goldknöpfen, wie hier bei Ralph Lauren (Jacke 1750 Euro, T-shirt 150 Euro, Hose 1350 Euro). Foto: Ralph Lauren
Der maritime Stil lässt sich nicht nur sportlich, sondern auch elegant umsetzen, wie hier bei Wenz (Blazer 129 Euro, Culotte ca. 80 Euro, Ringelpullover ca. 50 Euro). Foto: Wenz
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Der maritime Stil lässt sich nicht nur sportlich, sondern auch elegant umsetzen, wie hier bei Wenz (Blazer 129 Euro, Culotte ca. 80 Euro, Ringelpullover ca. 50 Euro). Foto: Wenz
Ein frischer Look von der See - den erreicht man auch, wenn die typischen Streifen nicht das gesamte Oberteil einnehmen, wie hier bei Mia Moda (ca. 35 Euro). Foto: Mia Moda
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Ein frischer Look von der See - den erreicht man auch, wenn die typischen Streifen nicht das gesamte Oberteil einnehmen, wie hier bei Mia Moda (ca. 35 Euro). Foto: Mia Moda
Das durchlaufende Lederband ist typisch für Seglerschuhe, hier ein Beispiel von Marc O&#39Polo (ca. 150 Euro). Foto: Marc O&#39Polo
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Das durchlaufende Lederband ist typisch für Seglerschuhe, hier ein Beispiel von Marc O'Polo (ca. 150 Euro). Foto: Marc O'Polo
Espadrilles im passenden Muster runden an den Füßen den maritimen Look ab - hier ein Beispiel von Deichmann (ca. 15 Euro). Foto: Deichmann
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Espadrilles im passenden Muster runden an den Füßen den maritimen Look ab - hier ein Beispiel von Deichmann (ca. 15 Euro). Foto: Deichmann
Das typische blau-weiße Ringelmuster des maritimen Looks gibt es selbstverständlich auch für Bikinis, wie hier bei Lascana (ca. 60 Euro). Foto: Lascana
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Das typische blau-weiße Ringelmuster des maritimen Looks gibt es selbstverständlich auch für Bikinis, wie hier bei Lascana (ca. 60 Euro). Foto: Lascana

Man muss kein Hanseat sein, um den maritimen Sommerlook zu lieben. Denn mit ihm kommen automatisch Urlaubsgefühle auf. Aber wichtig ist: bloß nicht übertreiben! Sonst wirkt das Outfit schnell wie geschaffen für die nächste Mottoparty.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Navyblaues Sakko, weißer Rollkragenpulli, Kapitänsmütze mit Goldapplikation: fertig ist der Seemann, das Vorbild schlechthin für den maritimen Kleidungsstil.

Was früher nur Matrosen und Fischer trugen, hat sich seit Jahrzehnten als klassischer Sommer-Look etabliert. "Diesen Stil kann wirklich jeder tragen", sagt Livia Karrenberg, Stylistin und Modeexpertin aus Düsseldorf. "Ein Grund, warum er nie aus der Mode gekommen ist".

Seinen Ursprung hat der maritime Kleidungsstil Anfang des 20. Jahrhunderts, als Urlaub an der See für den normalen Bürger populär wurde und den modernen Tourismus einläutete. "In den 1920er Jahren trug man zum Schwimmen dunkelblaue, teils gestreifte Badeanzüge aus Wolljersey mit weißen Ziernähten", erklärt Katrin Eiermann, Modedesignerin aus Ratingen. Solche Bademode bediente sich typischer Stilelemente aus der Seefahrt und galt zu Uromas Zeiten als ausgesprochen schick und sportlich.

"Coco Chanel, die selbst immer sehr klassisch angezogen war, machte den Stil zu der Zeit durch ihre Haute-Couture-Entwürfe schließlich salonfähig", ergänzt Jutta Erb, Modedesignerin und Dozentin an der Modefachschule Sigmaringen in Baden-Württemberg.

Als wichtigstes Basic des maritimen Looks gilt das Ringelshirt in den beiden Hauptfarben Navy und Weiß. "Akzente setzt man mit Royalblau und Rot oder in selteneren Fällen mit Gelb und Türkis", sagt Eiermann. Über dem Shirt tragen Frauen einen blauen Blazer, Männer ein Sakko, je nach persönlichem Geschmack mit Goldknöpfen. Dazu passen leichte Chinohosen in Weiß oder Beige, etwa auf 7/8-Länge. Ein weiteres bekanntes Basic des maritimen Stils ist der so genannte Breton-Pullover. "Das ist ein von der französischen Bretagne-Küste stammender gestrickter Fischerpulli, der in Marineblau oder Cremeweiß getragen wird", erläutert Eiermann.

An den Füßen komplettieren den Stil klassische Seglerschuhe zum Schnüren. Typische Kennzeichen sind ein durchlaufendes Lederband sowie eine glatte Gummisohle, die verhindern soll, dass der Lack eines Bootes beim Segelausflug Kratzer bekommt. Daneben sind leichte Espadrilles aus Baumwolle mit Flecht- oder Kordel-Elementen als passendes Schuhwerk beliebt. Bei Frauen stehen auch Ballerinas hoch im Kurs.

"Prints und uniformähnliche Abzeichen oder Aufnäher mit nautischen Motiven, wie Anker, Steuerrad oder Leuchtturm trimmen das Outfit noch mehr auf Marine-Look", erklärt Eiermann. Auf die Spitze treiben es Accessoires wie Kapitänsmütze und Pfeife. "Ich würde aber aufpassen, das Outfit nicht zu überinszenieren", sagt Modedozentin Erb. "Sonst besteht die Gefahr, dass man verkleidet aussieht. Gerade von Matrosenkragen würde ich Erwachsenen abraten. Der passt eher zu Kindern."

Wenig vorteilhaft sei es außerdem, ähnliche Designs und Schnitte zu kombinieren. "Zu einem gestreiften Oberteil würde ich nicht noch eine gestreifte Hose tragen", erklärt Erb. "Zu einem schmal geschnittenen Rock oder einer engen Hose passt zum Beispiel ein Shirt im Oversized-Look. Andersherum kann man zu einem schmalen Shirt toll eine weit geschnittene Hose im Marlene-Dietrich-Stil tragen."

Wer seine maritime Garderobe insgesamt moderner stylen möchte, kann den Look mithilfe von Kleidungsstücken aus anderen Moderichtungen auflockern. "Eine gekrempelte Jeans wirkt sofort frecher", sagt Stylistin Karrenberg und ergänzt: "Statt eines klassischen Sakkos sieht eine Lederjacke über dem Ringelshirt besonders cool aus." Und auch die Seglerschuhe sind kein absolutes Muss: Stattdessen lassen aktuell angesagte Sneaker das Outfit jung und sportlich wirken.

Fehlen nur noch Sonnenbrille und Strandtasche, die den nächsten Ausflug an die Küste perfekt machen. Denn Frauen tragen heute zwar keine Badeanzüge aus Wolljersey mehr, einen Tag am Meer genießen sie aber genauso ausgiebig wie ihre Uromas vor 100 Jahren.

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