Raúl ist in Cádiz aufgewachsen und wohnt heute in Köln. Was ist da schief gelaufen? Diese Frage stellt man sich unwillkürlich, wenn man das erste Mal in seine Heimatstadt reist. Schon die Anfahrt: Das Umland, gelbbraun verdorrt, wird von weißen und rosa Tupfern aufgelockert - Störchen und Flamingos. Und dann kommt die Stadt in Sicht - weiß wie ein andalusisches Bergdorf, strahlend und glitzernd unter der Sonne Spaniens.
Cádiz wird an drei Seiten vom Atlantik umspült. Ihres Umrisses wegen nennt man diese Halbinsel „tacita del plata“, das Silbertässchen. „Die Leute sind insular eingestellt“, sagt Raúl. Eine Gesellschaft, in die man als Außenstehender kaum vordringen kann.
Von Christoph Driessen, dpa
DIE INFOS ZU CÁDIZ
REISEZIEL: Cádiz liegt in Andalusien direkt am Atlanik, an der Costa de la Luz. Von hier fahren die Schiffe nach Afrika und zu den kanarischen Inseln. Der internationale Flughafen in Jerez des la Frontera ist cirka 35 Kilometer entfernt. Die Stadt gilt als die älteste Stadt des Abendlands.
SEHENSWERT: Highlight ist der Karneval im Februar (7. bis 17.02.2012). Die kuriosen Pferderennen am Strand von von Sanlúcar de Barrameda im August.
ESSEN: Die Küche zeichnet sich durch „pescaíto frito“ (frittierter Fisch) und Meeresfrüchte aus. Dazu gibt es immer Weine der Wein- und Brandystraße des Marco de Jerez.
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© dpa tmn/ Patronato Provincial De Turismo De Cádiz/David Ibáñez MontañezBarocke Kathedrale unter blauem Himmel mitten in Cádiz - und nur zehn Gehminuten entfernt liegt die Stelle am Strand, an der Halle Berry in "James Bond" den Wellen entstieg.
© dpa tmn/ Patronato Provincial De Turismo De CádizNicht für die Schönen und Reichen: La Caleta ist der Strand, an dem man nach einem langen Tag im Büro ein Bad nehmen kann - wenn nicht gerade Ebbe ist.
© dpa tmn/ Christoph DriessenDem Arme-Leute-Strand vorgelagert ist das steinerne Kastell San Sebastián aus dem 16. Jahrhundert - man erreicht es über eine lange Brücke, an der sich bei Flut die Atlantikwellen brechen.




