Am Ballspielplatz in der wohl bekanntesten und am meisten besuchten Maya-Stätte Chichén Itzá offenbart sich aber noch eine andere Seite der Maya: Ein Relief zeigt einen geköpften Pelote-Spieler, aus dessen Hals Blut in Form von Schlangen spritzt. Stellt der Geopferte den Sieger oder den Verlierer des Spiels dar? Weder Wissenschaftler noch Ortskundige können eine klare Antwort geben. Die Maya werfen bis heute Rätsel auf.
So ranken sich gerade in diesem Jahr Gerüchte um die Maya. Kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember, endet der bis vor kurzem einzige bekannte Maya-Kalender. Esoteriker und Verschwörungstheoretiker fürchten den Weltuntergang. Forscher halten davon wenig: Für die Maya ende an diesem Datum lediglich eine wichtige Epoche, danach beginne der Kreislauf von Neuem. Kürzlich entdeckten Wissenschaftler zudem in Xultún im Nordosten Guatemalas einen Maya-Kalender, der weit über das Jahr 2012 hinaus reicht.
Im Küstenort Tulum schließt sich der Kreis. Wieder in der Nähe der Badeorte der Riviera Maya angelangt, dominieren Händler und Tagesreisende das Bild. Tulum gehört zu den letzten großen Anlagen der Maya.
Sonne, Meer und Pyramiden - unterwegs auf Mexikos Halbinsel Yucatan
DIE REISE-INFOS ZU MAYA AUF YUCATÁN
REISEZIEL Die Halbinsel Yucatán trennt den Golf von Mexiko vom karibischen Meer. Der größte Teil an der Nordspitze gehört zu Mexiko, der Süden zu Guatemala und Belize. Der östlichen Küste ist Cozumel, die größte Insel Mexikos, vorgelagert.
ANREISE: Condor fliegt im Sommer 2012 viermal wöchentlich nonstop von Frankfurt nach Cancun, im Winter 2012/13 fünfmal wöchentlich. Andere Fluggesellschaften bieten Flüge mit Zwischenstopps an. Mit einem noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepasses erhält man bei Einreise ein Touristenvisum.
KLIMA: Das ganze Jahr über herrschen 25 bis 30 Grad Celsius, im Sommer auch 40 Grad. Regenzeit ist im Juni und Juli sowie im Oktober und November. Im Herbst können Stürme auftreten.
Mexiko lockt Touristen mit Weltuntergang


© dpa/tmn/Michael JuhranIn Yaxchilan überwuchern Bäume, Wurzeln, Lianen und Sträucher die um 900 verlassene Maya-Stadt.
© dpa/tmn/Michael JuhranRushhour in Uman.
© dpa/tmn/Michael JuhranIm Küstenort Tulum schließt sich der Kreis: Hier bauten die Maya eine ihrer letzten großen Anlagen.










