Fall des Schülers Tristan B.

Analyse der Klarinette von Manfred S. kann sich hinziehen

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Mit Spürhunden suchte die Polizei damals nach Tristan.

Frankfurt - Die Auswertung der Fingerabdrücke auf der Klarinette des mutmaßlichen Serienmörders Manfred S. kann noch eine Weile dauern.

Dabei gehe es "nicht nur um Tage", sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Nadja Niesen heute in Frankfurt. Die Untersuchung des Instruments soll vor allem Hinweise geben, ob der 2014 gestorbene Hobbymusiker aus Schwalbach auch im Fall des 1998 in Frankfurt getöteten Schülers Tristan B. als Täter in Frage kommt. Damals wurde im Heft des 13-Jährigen ein blutiger Fingerabdruck gefunden. Der krebskranke Manfred S., der im Alter von 67 Jahren starb, gab nach Medienberichten die Klarinette vor seinem Tod im Bekanntenkreis weiter. Er spielte in einer Jazzband. Nach dem Medienaufruf sei das Instrument zur Polizei gebracht worden, sagte heute ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) in Wiesbaden.

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Manfred S. steht im Verdacht, in den vergangenen Jahrzehnten in Frankfurt bis zu zehn Menschen aus sadistischen Motiven ermordet und grausam verstümmelt zu haben. Mit Ausnahme des Schülers handelte es sich bei allen mutmaßlichen Opfern um Frauen. In der Garage von Manfred S. waren nach dessen Tod zerstückelte Leichenteile einer Prostituierten gefunden worden. Insgesamt hat das LKA bisher rund 130 Hinweise zu Manfred S. erhalten. Eine Handvoll davon gilt als ernstzunehmend.

Bilder: Der Mordfall des Schülers Tristan Brübach

dpa

Quelle: op-online.de

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