Bußgeld für Aufnahmen mit sogenannten Dash-Cams

Filmen aus dem Auto verboten

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Aufnahmen mit Dash-Cams sind laut des hessischen Datenschutzbeauftragten nicht erlaubt.

Wiesbaden - Filmaufnahmen mit Mini-Kameras aus einem Privatauto heraus sind laut einer Warnung des hessischen Datenschutzbeauftragten grundsätzlich verboten.

Zumindest, wenn die Kamera fest an der Windschutzscheibe installiert ist. Drückt der Beifahrer auf die Videotaste des Smartphones, sieht es anders aus. Das klärt der Jahresbericht des hessischen Datenschutzbeauftragten Michael Ronellenfitsch. Er habe 2015 erstmals mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren im Zusammenhang mit sogenannten Dash-Cams abgeschlossen, erklärte der Ronellenfitsch heute in Wiesbaden. Es seien nur vergleichsweise niedrige Bußgelder verhängt worden. Er habe mit den Verfahren jedoch vor allem ein Zeichen gegen ein Überwachen des öffentlichen Straßenverkehrs in "Hilfs-Sheriff-Manier" setzen wollen, teilte der oberste hessische Datenschützer mit. Die Mini-Kameras hinter der Windschutzscheibe zeichneten den Verkehr ohne Anlass und Wissen der Betroffenen auf, kritisierte er. Das Interesse des Autofahrers, nach einem möglichen Unfall ein Beweis an der Hand zu haben, rechtfertige nicht diesen massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte anderer. dpa

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Quelle: op-online.de

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