Ausgebüxtes Känguru auf Abwegen

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Ein Känguru

Nentershausen - Das in Osthessen ausgebüxte Känguru „Fritz“ bleibt verschollen. Es gebe bislang keine ernstzunehmenden Sichtungen von Augenzeugen, sagte heute Tierhalter Heiko Ullrich (32).

Eine Beobachtung sei an ihn herangetragen worden. "Aber da hat wohl eine Frau das Känguru mit einem Reh verwechselt." Das Tier soll im 15 Kilometer entfernten Waldkappel-Gehau gesehen worden sein. Das hält Ullrich aber für unwahrscheinlich. "Dann hätte das Tier eine Bundesstraße überquert und durch unwegsames Gelände gemusst." "Fritz" sei vermutlich zwischen Freitagabend und Samstagmorgen vom Hof in Nentershausen-Weißenhasel entlaufen, sagte Ullrich. Ein herabgestürzter Ast hatte die Umzäunung heruntergedrückt. Angeschafft hatte er sich das etwa ein Meter große und zwei bis drei Jahre alte Zwerg-Känguru vor ein paar Wochen, damit es auf dem Gelände als Landschaftspfleger hilft: "Es ist als Rasenmäher gedacht", sagte Ullrich.

Der Halter glaubt, dass er Geduld haben muss, bis er das Tier wieder einfangen kann. Denkbar sei, es mit Beruhigungsmittel im Fressen zu stoppen, wenn man ihm nahe komme - oder einen Jagdpächter zu beauftragen, der das Tier mit einem Narkosepfeil betäube. Aber dafür müsse er erstmal eine Genehmigung bei der Naturschutzbehörde beantragen. Die Polizei vermutet, dass sich das Tier in den Wald zurückgezogen hat, wo es vor Wärme und anderem Rummel ungestört ist. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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