10.000 Fans beim Public Viewing im Frankfurter Stadion

Ausschlafen nach EM-Spielen? Schulen dürfen das erlauben

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Ein Bild aus der Frakfurter Arena

Wiesbaden/Frankfurt - Ausschlafen nach langen Fußball-Abenden? Schulleiter in Hessen dürfen das den Kindern während der anstehenden Europameisterschaft erlauben.

Es gebe keinen landesweit vorgeschriebenen Schulbeginn, teilte der Sprecher des Kultusministeriums in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur mit. Wann der Unterricht anfange, liege im Ermessensspielraum des Rektors. Dennoch dämpfte der Sprecher mögliche Hoffnungen: "Wir gehen nicht davon aus, dass ein verspäteter Schulbeginn nötig sein wird", erklärte er. Denn besonders in den ländlichen Regionen würde dies zu einem erheblichen Aufwand bei der Koordinierung der Schulbusse führen. Absehbar enden in den nächsten Wochen mehrere Spiele der deutschen Elf erst gegen 23 Uhr - oder bei möglicher Verlängerung in der K.o.-Runde auch später. Der Lehrerverband VBE erinnerte daran, dass die Europameisterschaft in der "heißen Phase" des Endspurts um gute Zeugnisnoten in der Schule liege. Der VBE appellierte an Lehrer, Verständnis für übermüdete kleine Fußballfans aufzubringen.

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Derweil haben gestern mehr als 10.000 Fußballfans beim Public Viewing in der Frankfurter Commerzbank-Arena den Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei ihrem EM-Auftakt verfolgt. Wetterprobleme hatten die Fans dabei nicht: "Das Dach ist geschlossen, wir sind auch bei Regen und Sturm auf der sicheren Seite", sagte ein Sprecher der Veranstalter. Nach Angaben der Frankfurter Polizei blieb alles friedlich. "Es war insgesamt recht ruhig in der Stadt, das mag an den Schauern gelegen haben", bemerkte eine Sprecherin.

Regenwetter und einzelne Gewitter hatten den Fußballabend an vielen Orten in Hessen zur Indoor-Veranstaltung werden lassen. "Weil es regnet, gehen wir von einem ruhigen Fußballabend aus", sagte ein Polizeisprecher in Gießen. Ein Kollege aus Darmstadt ergänzte: "Draußen ist es nicht so dolle. Das ist nix fürs große Public Viewing, die Menschen sitzen eher in den kleinen Gaststätten."

Quelle: op-online.de

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