Die Verkaufsmesse VELOFrankfurt in der Eissporthalle

Beste Werbung fürs Fahrrad

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Vielfalt rund ums Rad: Auf dem Ausstellungsgelände gab es für freizeit- und sportorientierte Radfahrer viel zu sehen.

Frankfurt -  Gelungene Premiere. Die erste Ausgabe der Fahrradmesse VELOFrankfurt auf dem Gelände der Frankfurter Eissporthalle war am Wochenende ein Publikumsmagnet. Von Harald H. Richter

Tausende Zweiradinteressierte haben am Wochenende trotz wechselhaftem Wetter die Erlebnismesse VELOFrankfurt auf dem Festivalgelände in und um die Frankfurter Eissporthalle besucht. Das 400-Meter-Oval der Laufbahn bot ein Gelände, das dem Motto der Verbraucherschau „Erleben, testen, kaufen“ mit über 120 Marken und vielen Ausstellern aus der Region auch durch ein umfangreiches Rahmenprogramm gerecht wurde. Dazu gehörten Vorführungen und Wettbewerbe ebenso wie Erlebnisberichte über Radreisen sowie Fahrtechniktrainings.

Spaß für Groß und Klein: Probesitzen im Fahrradanhänger.

Vertreter aus dem Radtourismus machten auf ihre Strecken aufmerksam, darunter auch der Regionalverband Ruhr mit seiner größtenteils über frühere Bahntrassen geführten „Route Industriekultur“. Die Kombination aus Indoor-Event und Freiluftveranstaltung ermöglichte es, Neuheiten kennenzulernen, etwa intelligente Systeme auf dem Gebiet der Digitalisierung, die durch ein stärkeres Angebot von E-Bikes vorangetrieben werden und das Fahrrad zum Smart-Bike verwandelt. „Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen vor allem in weiter wachsenden Städten lassen sich nicht mit herkömmlichen Strategien bewältigen. Dazu braucht es eine Verzahnung unterschiedlicher Verkehrsangebote“, betonte der Staatssekretär im Hessischen Wirtschaftsministerium, Mathias Samson, während eines Rundgangs. „Wir wollen Infrastruktur fördern, die Rad fahren, zu Fuß gehen sowie das Umsteigen auf einen abgestimmten ÖPNV so komfortabel wie möglich macht. Dafür wendet das Land jährlich Mittel in zweistelliger Millionenhöhe auf.“ Mit Bildung der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen werde ein wichtiger Schritt dorthin getan.

Vernetzt und kabellos: Digitalisierung des Fahrrads

Jede zweite Autofahrt sei kürzer als fünf Kilometer, jede dritte nicht einmal drei Kilometer lang, daher sei auf solche Entfernungen das Rad meist schneller. „Tatsächlich aber werden nur etwa sieben Prozent der Wege mit dem Rad zurückgelegt“, so die Feststellung von Stefan Burger, im Ministerium mit Fragen der Nahmobilität befasst. Obwohl sich Hessen positiv von anderen Bundesländern abhebe, seien noch mehr Anstrengungen zum Verbessern der Rahmenbedingungen nötig, verlangte der Landesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, Norbert Sanden.

Nachdem in diesem Frühjahr Konkurrent UPS in einem Modellversuch in Offenbach dazu übergegangen ist, Pakete und Express-Sendungen durch Radkuriere zustellen zu lassen, will nun auch Marktführer DHL nachlegen, zunächst jedoch nur in Frankfurt. „Die Ausdehnung solch innovativer Transportlösungen ist aber nur eine Frage der Zeit“, so Carmen Weilmünster von DHL Express Germany. Die nächste VELOFrankfurt soll es 2017 geben.

Quelle: op-online.de

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