Schlägerei mit Hells-Angels-Boss vorausgegangen

Blutige Rocker-Fehde: Festnahme nach Schießerei

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Frankfurt - Nach den Schüssen am Vatertag in der Frankfurter Innenstadt werden die Ermittler in Rumänien fündig. Der dort gefasste Verdächtige wird ebenfalls der Rockerszene zugerechnet.

Eine Woche nach den Schüssen mitten in der Frankfurter Innenstadt hat die Polizei einen Verdächtigen aus dem Rockermilieu gefasst. Ein 55 Jahre alter Mann sei als mutmaßlicher Schütze am Donnerstag in Rumänien festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag mit. Er stehe unter dem Verdacht des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung. Der Mann habe einen griechischen Pass und gehöre der Rockerszene an. Nach ihm war europaweit gefahndet worden. Am Himmelfahrtstag waren auf einem belebten Platz in der Frankfurter Innenstadt mit Cafés und Restaurants zwei Männer durch Schüsse schwer verletzt worden. Die Ermittler gingen davon aus, dass es sich um einen internen Streit verschiedener Gruppen der Hells Angels handelte. Nach weiteren Personen werde gefahndet, sagte Staatsanwältin Nadia Niesen.

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Der 55-Jährige soll sich mit mehreren Hells Angels-Mitgliedern vor einem Lokal aufgehalten haben. Aus wenigen Metern Entfernung soll er von dort aus mehrere gezielte Schüsse aus einer großkalibrigen Handfeuerwaffe auf einen Geländewagen und dessen beiden Insassen abgegeben haben. Mehrere Projektile durchschlugen die Windschutzscheibe des Wagens und den hinteren Teil auf der Fahrerseite. Der 41 Jahre alte Fahrer wurde nach Darstellung der Staatsanwaltschaft von mehreren Kugeln getroffen und lebensgefährlich verletzt. Er habe einen Steckschuss in die Niere mit Verletzung der Leber und einen Steckschuss in die Lunge sowie in den Oberarm erlitten. Der 21 Jahre alte Beifahrer sei im Oberschenkel getroffen worden. Beide Männer wurden ins Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr besteht nicht mehr.

Nach Berichten der „Bild“-Zeitung und des Hessischen Rundfunks (hr) soll den Schüssen eine Schlägerei mit einem Hells-Angels-Boss vorausgegangen sein. Der 41-Jährige, der bei den Schüssen schwer verletzt worden war, sei im März in einem Luxushotel mit einem führenden Mitglied des verbotenen Hells-Angels-Charters "Westend" aneinandergeraten. Dabei habe er dem Mann die Nase gebrochen. Die Staatsanwaltschaft konnte dazu keine Angaben machen.

dpa

Quelle: op-online.de

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