Schallmauer durchbrochen

Britische Militärjets sorgen für Knall über Hessen

Frankfurt - Ein sehr lauter Knall beschäftigte am Abend zahlreiche unserer Leser und andere Bewohner im Rhein-Main-Gebiet. Die Polizei gibt auf Twitter Entwarnung.

Der laute Knall, beziehungsweise Doppel-Knall, der über dem Raum Frankfurt gegen 18.30 Uhr zu hören war, stammte von zwei britischen Militärjets. Diese haben bei einem Flug über Hessen die Schallmauer durchbrochen. Die Eurofighter befanden sich offenbar in etwa 12.000 Metern Höhe im Luftraum nahe Frankfurt, als sie plötzlich schneller als der Schall flogen. Über die sozialen Netzwerke wurde bereits kurz nach dem Knall über dessen Herkunft wild spekuliert. Bei der Polizei gingen zudem zahlreiche Notrufe besorgter Bürger ein. Gehört haben den Knall womöglich hunderttausende Hessen. In der Region soll die Druckwelle deutlich zu spüren gewesen sein. 

Die Polizei Südosthessen klärte den Krach der Eurofighter jedoch bereits um kurz nach 19 Uhr auf. Die Infos hatten die Beamten schließlich von der Deutschen Flugsicherung in Langen erhalten. Die Behörde genehmigte die Flüge. Zuvor wurde überprüft, ob es eine Explosion oder einen Störfall in einem Kraftwerk oder Betrieb gebe, doch ohne Ergebnis, sagte ein Sprecher. Nun müssen die genauen Hintergründe geklärt werden. Indes gab es auch eine Entwarnung für Bad Vilbel. Eine dort gesichtete „Rauchwolke“ hatte nichts mit dem Knall zu tun. Ein Anwohner hatte gegen 18.35 Uhr mit einem Gasbrenner Unkraut vernichtet. Es kam zu einer Verpuffung, bei der eine Hecke in Brand geriet. Die Feuerwehren rückten aus, um diesen zu löschen. Verletzt wurde niemand.

Mit dieser Ausrüstung kämpft unsere Bundeswehr

Die Polizei in Gießen appellierte zudem in ihrer Mitteilung an die besorgten Bürger: „Bitte wählen Sie in solchen Situationen nur den Notruf, wenn Sie sich selbst in einer Notsituation befinden oder eine solche bei anderen Mitbürgern feststellen. Für Nachfragen sind die Rufnummer „110“ und „112“ nicht gedacht. Geben Sie Menschen mit echten Notfällen die Chance die Rettungs- und Einsatzkräfte zu verständigen.“ dr 

Quelle: op-online.de

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