Bundesweite Aktion der Polizei

Salafisten-Razzia im Großraum Frankfurt

Frankfurt - Die Polizei hat heute bundesweit Razzien gegen Unterstützer der Terrormiliz IS durchgeführt. Auch in der Region waren die Ermittler im Einsatz. Dass in Offenbach ein Box-Club durchsucht wurde, war eine Falschmeldung.

Die Bundesregierung hat im Kampf gegen Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die militant-dschihadistische Vereinigung „Tauhid Germany“ verboten. Heute wurden bei Razzien in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Schleswig-Holstein 26 Objekte durchsucht. In Hessen liege der Schwerpunkt der Durchsuchungen „im Großraum Frankfurt“, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

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In Hessen wurden nach Informationen aus Berlin nur wenige Objekte durchsucht, in Nordrhein-Westfalen waren es wohl mehr als 20. Bundesweit werde gegen knapp 30 Verdächtige ermittelt, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Bei der Aktion seien knapp 500 Polizisten im Einsatz, darunter Spezialkräfte. „Tauhid Germany“ ist eine Ersatzorganisation der 2012 verbotenen Vereinigung „Millatu Ibrahim“. Das Verbot der Salafisten-Vereinigung sei „ein klares Signal an die militant-dschihadistische Szene“, sagte de Maizière. „Vereinigungen wie Tauhid Germany gefährden unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie wenden sich gezielt an Jugendliche und fördern deren Radikalisierung bis hin zur Rekrutierung für Kämpfe in Syrien oder im Irak.“ Die Vereinigung rufe Muslime über verschiedene Internetplattformen und an Informationsständen zum Kampf gegen die verfassungsmäßige Ordnung auf und glorifiziere in Videos und Flugblättern den gewaltsamen Dschihad von Terrorgruppen wie dem „Islamischen Staat“ in Syrien und dem Irak, sagte de Maizière.

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Anders als gemeldet hat es im Zusammenhang mit dem Verbot der militant-dschihadistischen Vereinigung „Tauhid Germany“ aber keine Razzia in Offenbach gegeben. Demzufolge können auch die Räume eines Offenbacher Box-Clubs nicht durchsucht worden sein. Die Überprüfung der Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat diesen neuen Sachverhalt ergeben. Wie uns das Bundesinnenministerium mitteilte, wurden bei Razzien in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Schleswig-Holstein 26 Objekte untersucht. In Hessen waren zwei Objekte in Frankfurt und Wiesbaden betroffen. Wir bitten die Falschmeldung zu entschuldigen.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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