CDU-Landesparteitag in Darmstadt

Bouffier will AfD in politischer Auseinandersetzung stellen

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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU)

Darmstadt - Mit großer Mehrheit ist Volker Bouffier in seinem Amt als Chef der Hessen-CDU bestätigt worden. Für Bouffier stimmten heute auf einem Landesparteitag in Darmstadt 317 Delegierte, gegen ihn acht.

Die CDU errechnete daraus ein Ergebnis von 97,5 Prozent, insgesamt waren 325 Stimmen abgegeben worden. Bouffier führt den Landesverband seit 2010, zuletzt war der 64-Jährige vor zwei Jahren mit 98,4 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden.

Zuvor hatte Volker Bouffier seine Partei aufgerufen, die AfD in der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Der rechtspopulistischen Partei müsse Einhalt geboten werden, sagte Bouffier. Man müsse sich "Punkt für Punkt in der Sache" mit der AfD auseinandersetzen, auch in den Kommunalparlamenten in Hessen, in die ihre Vertreter nun eingezogen seien. Die AfD verwende Vokabeln aus der dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte und säe Hass und Gewalt, deshalb könne die CDU mit ihr und ihren Repräsentanten "auf keinen Fall gemeinsame Sache machen", sagte der Ministerpräsident unter großem Applaus der rund 350 Delegierten.

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Zur Forderung der Jungen Union nach einem Burka-Verbot sagte der CDU-Landesvorsitzende, eine Vollverschleierung vertrage sich nicht mit einer offenen Gesellschaft. Dies bedeute einen Selbstausschluss aus der Gesellschaft, was er klar ablehne. "Wir sind kein islamisches Land und wir wollen es auch nicht werden", sagte Bouffier. Die Union müsse diese Fragen diskutieren und beantworten, um nicht Rechts- und Linkspopulisten das Feld zu überlassen. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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