Offenbach für digitalen Wandel gerüstet

Studie: Darmstadt vor Frankfurt bei den Zukunftschancen

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Die Finanzmetropole Frankfurt liegt laut einer Studie hinter Darmstadt, was die Zukunftsperpektiven angeht.

Frankfurt/Darmstadt - Viele junge Leute, nur wenig Arbeitslose: Zwei hessische Großstädte erzielen in einem Ranking gute Plätze. Frankfurt ist diesmal nicht der Spitzenreiter im Land.

Hessen zählt einer Studie zufolge zu den Regionen in Deutschland mit den besten Zukunftsperspektiven. Die Großstädte Darmstadt und Frankfurt gehören zu den Top Ten aller Städte und Landkreise, wie aus dem am Freitag veröffentlichen "Zukunftsatlas 2016" des Prognos-Instituts für das "Handelsblatt" hervorgeht. Dabei rangiert Darmstadt auf Platz neun noch vor der Bankenmetropole. Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich ist der Landkreis München.

"Darmstadt hat einen höheren Anteil an jungen Menschen, mehr Hochqualifizierte und eine etwas geringere Arbeitslosenquote als Frankfurt", sagte Projektleiter Peter Kaiser. Schlusslicht in Hessen ist danach der Odenwaldkreis. Dort schrumpfe die Bevölkerung und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vergleichsweise gering. Im bundesweiten Vergleich aller 402 kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands landet der Odenwaldkreis der Studie zufolge auf Rang 315.

Hohe Chancen sieht die Studie auch für die Städte Offenbach und Wiesbaden sowie den Kreis Groß-Gerau. Offenbach belegt einen Mittelfeld-Platz in der Rangliste. In der Studie wurde außerdem erstmals erforscht, wie gut die einzelnen Regionen für den digitalen Wandel aufgestellt sind. Hier erhält Offenbach mit vier von fünf Sternen eine gute Bewertung.

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Sehr hohe Zukunftschancen machten die Forscher auch im Main-Taunus-Kreis (Rang 13) und Hochtaunuskreis aus (Rang 15), beide fielen nur beim Thema Demografie zurück. Beim Landkreis Fulda ergaben sich hohe Zukunftschancen (Rang 89), auch dank eines guten Wertes beim Thema Arbeitsmarkt. Im Landkreis Kassel überwiegen die Chancen den Berechnungen zufolge die Risiken (Rang 111) - auch dank einer guten Punktzahl im Bereich Innovation. Gleiches gilt für den Main-Kinzig-Kreis (118).

In Mittel- und Nordhessen sind Chancen und Risiken ansonsten ausgeglichen. So erzielt der Landkreis Marburg-Biedenkopf (Rang 200) einen guten Wert beim Thema Arbeitsmarkt, fällt aber im Bereich Innovation zurück. Dem Lahn-Dill-Kreis (Rang 222) attestieren die Forscher einen relativ guten Wohlstands-Wert, kreideten aber fehlende Dynamik an.

Insgesamt zählt Hessen neben Bayern und Baden-Württemberg laut Studie zu den wirtschaftsstarken Bundesländern mit sehr hohen Zukunftschancen. Ausgewertet wurden dafür 29 Indikatoren zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft, zur Konjunktur- und Arbeitsmarktlage sowie zur demografischen Situation und zur sozialen Lage. Prognos erstellt alle drei Jahre den "Zukunftsatlas". (dpa/nb)

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Quelle: op-online.de

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