Der erste eigene Hund – so klappt’s

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Ihr neuer Hund ist da! Die nächsten Schritte: Kümmern Sie sich um wichtige Impfungen und bringen Sie ihm Befehle bei.

Ein Hund bedeutet eine Menge Spaß – aber auch Verantwortung. Kümmern Sie sich um die wichtigsten Impfungen zur richtigen Zeit. Und bringen Sie Ihrem Hund bei, Ihren Kommandos zu gehorchen. Befolgen Sie diese Tipps – dann gelingt Ihnen das Zusammenleben mit dem kleinen Vierbeiner bestens!

Wann die ersten Arztbesuche anstehen

Am wichtigsten ist die Gesundheit Ihres neuen, vierbeinigen Familienmitglieds. Ihren Welpen bekommen Sie meist zwischen seiner 8. und 12. Lebenswoche. Oft hat er dann schon ein paar Impfungen erhalten – denn die Grundimmunisierung beginnt ab der 8. Lebenswoche. Hier bekommt der Hund Wirkstoffe gegen die folgenden Erkrankungen gespritzt:

  • Hepatitis, die im schlimmsten Falle zur Blutvergiftung führt.
  • Der oft tödlich verlaufende Staupevirus.
  • Leptospirose, die Fieber, Appetitlosigkeit und womöglich Nierenversagen auslöst.
  • Die Darmerkrankung Parvovirose.

Gegen Tollwut immunisieren Sie Ihren Hund erst wenn er mindestens 12 Wochen alt ist. Lassen Sie sich vom Vorbesitzer unbedingt den Impfpass Ihres neuen Hundes aushändigen. Dann wissen Sie und Ihr Tierarzt konkret, welche Impfungen als nächste anstehen. Oft zitiert Sie der Arzt jedes Jahr für Folgeimpfungen in seine Praxis. Fragen Sie jedoch nach, wie häufig Sie welche Impfung tatsächlich auffrischen müssen. Viele moderne Impfstoffe wirken circa drei Jahre lang. Holen Sie sich bei der Gelegenheit auch gleich eine Empfehlung, wie oft Ihr Hund Floh-, Zecken-, und Wurmmittel benötigt.

Hund erziehen: Selbst Disziplin beweisen

Wenn Sie sich einen Hund zulegen, lastet eine große Verantwortung auf Ihren Schultern. Denn der schnuckelige Vierbeiner ist nicht nur zum Spielen und Kuscheln da, manchmal müssen Sie auch Disziplin beweisen. Erziehen Sie Ihren Hund nicht richtig, tanzt er Ihnen auf der Nase herum. Das strengt Sie an, aber auch alle, die zu Ihnen zu Besuch kommen oder denen Sie beim Gassigehen begegnen.

Sie haben Aufholbedarf, wenn Ihr Hund zum Beispiel an seiner Leine zerrt. Denn dann weiß er nicht, wie er sich in dieser Situation richtig verhält. Wenn Sie selbst zurück an der Leine ziehen, bringt das nichts – das merken Sie schnell. Und so macht weder Ihnen noch Ihrem Hund der Ausflug Spaß.

Es reicht absolut aus, einfach hartnäckig zu bleiben. Legen Sie ein Kommando fest, dass Ihrem Hund befiehlt, an Ihrer Seite zu bleiben. Benutzen Sie immer dieses eine Wort und zwar nur dieses Wort! Denn sprechen Sie in ganzen Sätzen mit Ihrem Hund, erkennt er nicht, was Sie von ihm möchten.

Zeigen Sie Ihrem Hund am Anfang, welches Verhalten Sie bei dem jeweiligen Kommando von ihm erwarten. Für unser Beispiel bedeutet das:

  • Geben Sie den Befehl, direkt neben Ihnen zu gehen.
  • Halten Sie dabei die Leine locker aber kurz.
  • Sobald Ihr Hund versucht, Gas zu geben, bleiben Sie langsam stehen.
  • Wenn er wieder brav neben Ihnen steht, gehen Sie gemütlich weiter.
  • Wiederholen Sie das Ganze, bis es klappt.

Versuchen Sie, die Situation gelassen zu nehmen. Das merkt Ihr Hund und lässt sich besser auf die Situation ein.

Um Ihren Hund so zu trainieren, benötigen Sie Ausdauer und Disziplin. Nur wenn Sie sich immer gleich verhalten, lernt Ihr Hund zu gehorchen. Bemühen Sie sich also, für Ihren Hund durchschaubar und vorhersehbar zu handeln. Das alles klingt vielleicht anstrengend für Sie und einschränkend für Ihren Hund. Doch je besser Sie Ihren Hund im Griff haben, desto mehr Freiheiten können Sie ihm lassen – denn Sie wissen, im Notfall gehorcht er Ihnen aufs Wort.

Quelle: op-online.de

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