23-Jähriger offenbar geistig verwirrt

Nackter Mann wehrt sich gegen Notarzt und verblutet

Dillenburg - Ein Mann war nach Angaben der Ermittler „völlig außer sich“: Er riss sich sogar einen Druckverband vom verletzten Arm, dann starb er. Nun wird die Leiche des Mannes obduziert.

Ein 23 Jahre alter Mann hat sich in Dillenburg (Lahn-Dill-Kreis) an einer Glasscheibe schwere Schnittverletzungen am Arm zugezogen und ist kurz darauf gestorben. Er habe sich gestern gegen die Hilfe von Rettungskräften gewehrt und sei nach ersten Erkenntnissen verblutet, teilte die Polizei mit. Zuvor war der den Angaben zufolge offensichtlich geistig verwirrte Mann nackt durch die Innenstadt gelaufen und hatte zwei Männer mit Faustschlägen verletzt. Ein Anwohner gab ihm anschließend Kleidung. Als die Polizei eintraf, flüchtete der 23-Jährige und zog sich dabei die tödlichen Wunden zu. "Der Mann war völlig außer sich", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Wetzlar, Dominik Mies. "Er war unkontrollierbar." Er habe sich sogar eine Druckbinde vom verletzten Arm gerissen.

Die Leiche des 23-Jährigen soll nun obduziert werden. Derzeit gehen die Ermittler aber von einem Unglücksfall aus: "Wir haben bislang keine Anhaltspunkte für eine Straftat." Der Mann war der Polizei wegen Drogendelikten bereits bekannt. Was genau seinen Ausnahmezustand verursacht habe, sei Teil der Ermittlungen. Nach Angaben des Staatsanwaltes gingen auf der Flucht des 23-Jährigen mehrere Glasscheiben zu Bruch. Zunächst soll er durch ein Ladenfenster gesprungen sein. Dann sei er in einen Hinterhof und in einen Abstellraum gelaufen. Dort zerbarsten die Scheiben einer Tür sowie eines Fensters - dabei soll er sich dann den linken Unterarm fast abgetrennt haben.

(dpa)

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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