Endlich Sommerferien!

Tipps für Eltern und Kinder zum letzten Schultag

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Offenbach - Für 800 .000 Schüler und 60. 000 Lehrer ist es wohl die schönste Zeit des Jahres: Heute beginnen in Hessen die lang ersehnten Sommerferien. Das bleibt nicht ohne Folgen. Von Peter Schulte-Holtey

Heute erhalten die Schüler das oft mit großer Spannung erwartete Zeugnis. Erneut stellen die Staatlichen Schulämter am letzten Schultag wieder ein besonderes telefonisches Beratungsangebot bereit. Über zentrale Rufnummern stehen die Mitarbeiter des jeweiligen Amtes bis 16 Uhr für schulfachliche, schulpsychologische und sogenannte schulverwaltungsfachliche Fragen zur Verfügung. Die Beratungstelefone: im Kreis Darmstadt-Dieburg, 06151/ 3682500; im Main-Kinzig-Kreis, 06181/ 90620 und in Stadt und Kreis Offenbach, 069/800530.

Schul-Schwänzer

Weil etliche Eltern ihre Kinder schon vor dem Ferienbeginn aus der Schule nehmen und in den Urlaub fahren, wurde der Ruf nach einer Attestpflicht für den letzten Schultag laut. „Wir brauchen das zum Ferienstart“, forderten Vertreter von Lehrerverbänden. Es dürfe nicht mehr vorkommen, dass manche Eltern ihre Kinder einfach zum Schuljahresende krankmelden, um der Schulpflicht mit einer nachträglich schwer überprüfbaren Ausrede zu entgehen. Andere sagen: „Wenn Schüler beim Abitur fehlen, gibt es diese klare Vorgabe ja auch.“ Stefan Wesselmann, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), stellte mit Blick auf manche ohnehin fragwürdigen ärztlichen Atteste fest: „Eine Attestpflicht würde das Problem eindämmen, aber nicht lösen.“ Mütter und Väter haben teils eine andere Sichtweise und eine einfache Erklärung für das massenhafte Schulschwänzen: Im Unterricht sei die Luft meistens raus. Billigere Flugtickets, weniger Staus und bessere Hotelangebote dürften allerdings auch dahinter stehen.

Im Kultusministerium wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der eigenmächtigen Ferienverlängerung (ohne Antrag bzw. Rücksprache mit der Schule) um eine Ordnungswidrigkeit handelt – Mindestsatz 100 Euro.

Bilder: Die Sommer-Selfies unserer Leser

Entspannung

Viele Eltern befürchten zwar, dass ihre Kinder in der langen Schulpause den gelernten Stoff wieder vergessen. Der Vorsitzende des Hessischen Philologenverbandes, Jürgen Hartmann, appelliert dennoch an die Eltern, ihren Kindern eine Pause zu gönnen: „Ferien sollen Möglichkeiten zum Abschalten, zum Entspannen bieten. Auf strikte Lernprogramme sollte verzichtet, vielmehr sollten die freien Tage zur Erholung genutzt werden.“ Auch für Lehrer sei die unterrichtsfreie Zeit eine gute Möglichkeit zum Sammeln neuer Kräfte. Nachhilfe empfiehlt der Verband nur, wenn im Laufe des Schuljahres viel Unterricht verpasst wurde oder die Versetzung gefährdet sei. Für die Vorbereitung des neuen Schuljahres, insbesondere in „kritischeren“ Fächern, würden die letzten beiden Ferienwochen völlig ausreichen.

Stau-Zeit

Es wird eng, vor allem gen Süden (die wichtigsten Stau-Knotenpunkte). Autofahrer müssen heute mit Staus rechnen. Ferienstart ist auch in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in den Niederlanden.

Quelle: op-online.de

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