Bis zu zehn Menschen ermordet

Ermittler prüfen 220 Hinweise zu Serienmörder Manfred Seel

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Frankfurt/Wiesbaden - Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders Manfred Seel werden rund 220 Hinweise überprüft. Fünf davon haben den Ermittlern zufolge eine hohe Priorität, 20 andere werden als besonders interessant eingeschätzt.

Überprüft werden müssten allerdings alle 220 Hinweise, "weil man nicht weiß, was dahinter stecken könnte", sagte die Chefin des Landeskriminalamtes, Sabine Thurau, in Wiesbaden auf Anfrage. Der 2014 verstorbene Manfred Seel steht unter dem Verdacht, bis zu zehn Menschen aus sadistischen Motiven ermordet zu haben. Darunter könnte auch der 1998 getötete Frankfurter Schüler Tristan sein. Die Ermittler schließen nicht aus, dass es möglicherweise noch mehr Opfer gibt und Seel einen Mittäter oder Mitwisser hatte.

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Zu den neuen Hinweisen gehören Anhaltspunkte zu einem Unbekannten, der sich nach dem Mord an Tristan telefonisch mit verwaschener Stimme und leicht hessischem Zungenschlag als Täter bei der Polizei gemeldet hat. Ob es Tristans Mörder oder ein Trittbrettfahrer war, ist noch ungeklärt. Die Auswertung der Fingerabdrücke auf der Klarinette des Hobbymusikers Manfred Seel ist auch noch nicht abgeschlossen. Sie soll vor allem Hinweise darauf geben, ob der 2014 gestorbene Rentner aus Schwalbach auch der Mörder von Tristan war. In einem Heft des 13-Jährigen war ein blutiger Fingerabdruck gefunden worden, der dem Verdächtigen bislang nicht zugeordnet werden konnte.

Erste neue Zeugenhinweise zu möglichem Serienmord

dpa

Quelle: op-online.de

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