Mann hatte Bombenattrappe zurückgelassen

Flucht per S-Bahn: Bankräuber verurteilt

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Frankfurt - Gut ein halbes Jahr nach einem spektakulären Banküberfall mit anschließender Flucht per S-Bahn ist ein 45-Jähriger in Frankfurt zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Das Landgericht ging heute von schwerer räuberischer Erpressung aus. Die Tat hatte im Januar für großes Aufsehen gesorgt, weil der S-Bahn-Verkehr in der Innenstadt zeitweise zum Erliegen gekommen war. Der Mann hatte vor Gericht die Vorwürfe eingeräumt. Nach dem Überfall auf eine Bankfiliale im Stadtteil Dornbusch flüchtete der Mann zunächst zu Fuß mit 32.000 Euro, bevor er in eine S-Bahn stieg. Über einen im Geld versteckten Peilsender konnte die Polizei die Fluchtroute des Räubers verfolgen. An der Haltestelle Messe erkannten ihn Ermittler wegen seiner markanten Schuhe und nahmen ihn fest. Hintergrund der Tat war die Drogensucht des Mannes, der deshalb bereits 34 Vorstrafen hat.

Das Gericht ordnete die Unterbringung des Angeklagten in einer Therapieeinrichtung an. Er muss zuvor allerdings ein Jahr und neun Monate im Gefängnis verbüßen. Das Geständnis wurde ihm strafmildernd, die teilweise erheblichen psychischen Folgen für die Bankangestellten aber strafverschärfend angerechnet. Der Räuber hatte eine Bombenattrappe zurückgelassen und gedroht, die Bank werde "in zehn Minuten" in die Luft gehen. Auch mehrere U-Bahn-Linien in der Nähe konnten deshalb zeitweise nicht fahren. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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