Neues Entree am Terminal 1

Fraport investiert 36 Millionen in Umbau

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Es werde Licht! Blick in den neugestalteten Ankunftsbereich des Terminal 1 im nächsten Jahr. Dieser Abschnitt ist weiterhin Taxis und Hotelbussen vorbehalten. Der normale Abholer benutzt die Kurzzeit-Stoppmöglichkeiten der öffentlichen Straße - sie befindet sich hinter den LED-Wänden links.

Frankfurt - Fraport investiert 36 Millionen Euro in den Umbau des Außenbereichs vor dem Terminal 1. Aber Kurzparker müssen jetzt erstmal umdenken. Von Michael Eschenauer 

Das hier geht alle Flughafenbesucher an: Seit wenigen Tagen ist der Abflugbereich vor dem Terminal 1, wo bisher ein Stopp zum kurzen Ein- und Aussteigen recht problemlos möglich war, mit Schranken abgetrennt. Parken kann man hier weiterhin - aber nur mit Parkschein. Und ab zehn Minuten kostet es Geld.

Gravierender ist eine weitere Neuerung: Ab 13. April ist das kurze Anhalten zum Einladen direkt vor der Ankunftsebene für etwa ein Jahr überhaupt nicht mehr möglich. Im Zuge einer großen Umbaumaßnahme der Zufahrt zum Terminal 1 darf dieser Bereich vorübergehend nur von Taxis, Zoll, Polizei, Krankenwagen und Hotelbussen benutzt werden. „Die Autofahrer können problemlos in eines der Parkhäuser ausweichen“, informierte gestern Jens Polk, bei Fraport für die rund 36 Millionen Euro teure Umbaumaßnahme verantwortlicher Projektleiter. Die Umleitungsbeschilderung lässt kurzzeitig durch die neue Lage verwirrten Autofahrern die Chance, noch einmal „um den Block zu fahren“ und sich für eines der Parkhäuser zu entscheiden. Auch wenn vor Ort Verkehrsposten für Fragen bereit stehen würden, sollten Autofahrer, so Polk, dennoch zusätzlich Zeit einplanen.

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Betroffen von der Umgestaltung ist der gesamte 550 Meter lange Kraftfahrzeug-Bereich im Erdgeschoss, also vor der Ankunftsebene. Errichtet vor über 40 Jahren beim Bau des Terminals, wirkt dieses Entree zum Flughafen wie ein Tunnel. Es ist sehr dunkel, oft gibt es Staus, und die Orientierung fällt schwer. Dies will man ändern. Bis März/April 2016 soll die „Vorfahrt“ für die zehn Millionen Abholer und Passagiere komplett neu gestaltet werden. „Alles soll sich, ähnlich wie in einer Spielstraße, auf einer Ebene abspielen“, charakterisierte Flughafensprecher Christopher Holschier das Konzept. Auch den Verkehrsfluss will man verbessern. Im Kern geht es um jenen Bereich, der Taxis und Bussen vorbehalten ist. Die alte Fassade wird durch eine Metall-Glas-Oberfläche ersetzt, die Gehwege erhalten einen neuen Belag, sie werden breiter, die neue Beleuchtung sorgt für eine freundlichere Umgebung. Auf der Mittelzone, die den Taxistreifen direkt vor dem Gebäude von der öffentlichen Straße trennt, werden acht große LED-Wände aufgestellt, an der Terminalfassade ein schmales Lichtband angebracht.

Während der Bauarbeiten weicht der Taxi- und Busverkehr auf die parallel laufende, öffentliche Straße aus, die Privatautos werden wie erwähnt ins Parkhaus geleitet. Nach der Umbauphase werden auf der direkt am Terminal entlang führenden Zufahrt weniger Fahrzeuge unterwegs sein, so Polk, da Reisebusse direkt zum Busparkplatz geleitet werden und Anlieferer das Terminal 1 anders erreichen. Nach Ende der Umbauarbeiten kehrt der normale Verkehr wieder auf seine Straße zurück. Einziger Unterschied: Man muss eine Schranke passieren. Genau wie beim Terminal 2 und im Abflugsbereich kostet der Aufenthalt ab der elften Minute Gebühren. Dieses Zeitlimit reiche 80 Prozent der Besucher, hieß es gestern.

Holschier wies darauf hin, dass es Überlegungen bei Fraport gebe, für die Dauer der Bauarbeiten ein günstiges Kurzzeit-Parkticket einzuführen. Schlaumeier, die das Parkhaus scheuen, nutzen künftig auch beim Abholen von Passagieren die Abflugebene, wo man direkt vorfahren kann.

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Quelle: op-online.de

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