Zahl der Zwischenfälle in einem Jahr verdreifacht

Flugsicherung klagt über Drohnen

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Symbolbild

Frankfurt/Langen - Die Deutsche Flugsicherung in Langen hat im laufenden Jahr einem Zeitungsbericht zufolge bereits mehr als 40 Zwischenfälle mit Drohnen verzeichnet – rund dreimal so viele wie im gesamten Jahr 2015, als es 14 solcher Vorfälle gab.

Die steigende Zahl der von Hobbypiloten aufgelassenen Drohnen bringe eine schwerwiegende Behinderung des Flugverkehrs mit sich, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf die ihr vorliegende Statistik. In einigen Fällen konnten demnach Passagierflugzeuge den Drohnen erst im allerletzten Moment ausweichen. In die Statistik sind dem Bericht zufolge Beeinträchtigungen von Rettungshubschraubern nicht einmal eingerechnet.

Das Bundesverkehrsministerium plant nach „FAS“-Recherchen zwar nun eine Kennzeichnungspflicht für Drohnen ab 500 Gramm, außerdem sollen private Drohnenflüge in mehr als 100 Metern Höhe verboten werden. Die Ressorts stimmten sich über den Gesetzentwurf ab. Der Langener Flugsicherung gehen diese Pläne der Bundesregierung aber nicht weit genug: Sie fordert der Zeitung zufolge eine Registrierungspflicht für Drohnenbesitzer nach dem Vorbild der USA. Dort müssten neuerdings Drohnenpiloten ihren Namen in einer Datenbank hinterlegen.

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Derzeit braucht jemand, der eine Drohne kauft, keinen Führerschein. Eine sogenannte Aufstiegserlaubnis für Hobby-Drohnen unter fünf Kilogramm Gewicht und mit Elektromotor ist nicht nötig. Wo kein Flughafen in der Nähe ist, muss der Drohnen-Pilot keine konkrete Höhenbeschränkung beachten, sondern das Gerät lediglich in Sichtweite halten. Ferngläser und andere Hilfsmittel dürfen die Sichtweite nicht vergrößern. afp/re

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Quelle: op-online.de

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