Fraport geht von sinkenden Zahlen aus

Terror: Weniger Passagiere am Frankfurter Flughafen

Frankfurt - Sinkende Passagierzahlen in Frankfurt, ein Einbruch im türkischen Antalya: Der Flughafenbetreiber Fraport bekommt die Terrorfolgen zu spüren. Ein Anteilsverkauf soll das Jahresergebnis retten.

Die Terroranschläge in Europa und die Krise in der Türkei machen die Pläne des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport zunichte. An Deutschlands größtem Luftfahrt-Drehkreuz dürfte die Zahl der Fluggäste in diesem Jahr leicht sinken, teilte Fraport am Donnerstag mit. Bisher war man von einem Anstieg von ein bis drei Prozent auf bis zu 63 Millionen Passagiere ausgegangen. Im zweiten Quartal bekam der Konzern den Abwärtstrend schon zu spüren. Besonders düster sieht es am Fraport-Flughafen im türkischen Antalya aus. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um zwei Prozent auf 652 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb mit einem Gewinn von 79 Millionen Euro zehn Prozent weniger übrig als ein Jahr zuvor. Das ist dem Flughafen Antalya geschuldet, wo der Gewinn um 93 Prozent einbrach.

Für das Türkei-Geschäft sieht Fraport schwarz. Weil die Urlauber nach den Anschlägen in Istanbul, dem verhinderten Militärputsch und dem Ausnahmezustand in Massen fernbleiben, dürfte die Zahl der Fluggäste in Antalya im Gesamtjahr um fast ein Drittel sinken. In den ersten sechs Monaten belief sich der Passagierrückgang in Antalya auf über 30 Prozent, im zweiten Quartal zählte Fraport dort sogar 39 Prozent weniger Fluggäste als ein Jahr zuvor. Der Frankfurter Flughafen kam im ersten Halbjahr auf 28,7 Millionen Passagiere - 0,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Juli belief sich der Rückgang sogar auf zwei Prozent, so dass seit Jahresbeginn ein Minus von 1,1 Prozent zu Buche steht.

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

Dass Konzernchef Stefan Schulte seine Gewinnprognose für 2016 dennoch nicht zusammenstreicht, verdankt er einem teilweisen Rückzug aus Russland. Fraport verkauft ein Stück seiner Beteiligung am Flughafen St. Petersburg an den Staatsfonds des arabischen Emirats Katar. Das bringt Geld in die Kasse. dpa

Quelle: op-online.de

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