Ministerium beendet Zusammenarbeit

Gefängnis-Imam unter Verdacht

Wiesbaden - Wegen möglicher Kontakte mit einem unter Beobachtung stehenden islamischen Vereinsverband hat das hessische Justizministerium einem Medienbericht zufolge einen Gefängnis-Imam suspendiert.

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Das Justizministerium erkläre dazu auf Anfrage, insgesamt sei die Zusammenarbeit mit zwei Personen vorsorglich ausgesetzt worden, die möglicherweise mit dem Deutsch-Islamischen Vereinsverband Rhein-Main (DIV) in Kontakt stünden. Hintergrund sei, dass das Landesamt für Verfassungsschutz Ende August den DIV als „extremistisch beeinflusst“ eingestuft und unter Beobachtung gestellt habe. Einzelne Funktionäre sollen Verbindungen zu islamistischen Muslim-Bruderschaften und in die salafistische Szene haben. Die Personen würden vom Verfassungsschutz überprüft. Sollten innerhalb der nächsten vier Wochen keine entsprechenden Anhaltspunkte bekannt werden, werde die Zusammenarbeit fortgesetzt.

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Nähere Details wollte das Ministerium nicht nennen, betonte aber zugleich, weder direkt noch indirekt mit dem DIV Rhein-Main zusammenzuarbeiten. Nach der geänderten Einstufung des DIV hatte bereits das Bundesfamilienministerium die Zusammenarbeit beendet und Zuschüsse gestrichen. Dem DIV gehören dem Bericht zufolge insgesamt 46 hessische und rheinland-pfälzische Organisationen an. (dpa)

Quelle: op-online.de

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