Innenstadtverbot für Eintracht-Fans

Hessenderby hat ein Nachspiel im Landtag

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Polizisten halten Darmstädter Fans davon ab, auf Eintracht-Fans loszugehen, die es trotz Auswärtsverbot ins Stadion am Böllenfalltor geschafft haben.

Darmstadt - Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) muss sich heute (10 Uhr) im Innenausschuss des Landtags kritische Fragen gefallen lassen. Es geht um das Innenstadtverbot für Fans von Eintracht Frankfurt beim Bundesligaspiel vor knapp zwei Wochen in Darmstadt.

Aus Sorge vor Randale hatte Darmstadts Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) das Stadtzentrum zur Sperrzone erklärt. Die Stadt hielt trotz einer gegenteiligen Gerichtsentscheidung zunächst an dem Verbot fest, hob es aber dann später wegen massiver Proteste wieder auf.

Die Opposition will nun wissen, inwieweit Beuth in die Entscheidungen eingebunden war. Zahlreiche Frankfurter Fans hatten Einsprüche angekündigt, die Stadt Darmstadt muss knapp 165.000 Euro an Verfahrenskosten bezahlen. Im Umfeld des Spiels (Endstand 1:2) war es zu zahlreichen Schlägereien und etwa 530 vorläufigen Festnahmen gekommen.

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Weitere Themen der Ausschusssitzung in Wiesbaden werden die Besoldung der hessischen Beamten, der Anstieg von fremdenfeindlichen Straftaten sowie die große Zahl von offenen Haftbefehlen im Land sein. Neben Beuth wird auch ein Vertreter des Justizministeriums den Abgeordneten Rede und Antwort stehen. (dpa)

Bilder: Eintracht gewinnt Hessenderby

Quelle: op-online.de

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