Drei Jahre Haft

Kind fast verhungert: Milderes Urteil für Mutter

Marburg - Im Prozess um ein fast verhungertes Kind hat das Marburger Landgericht das erste Urteil gegen die Mutter heute um ein halbes Jahr auf drei Jahre Haft abgemildert.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Jahren für die Mutter wegen versuchten Mordes gefordert. Die Frau soll dem Mädchen nicht genug zu essen gegeben haben und es so in Lebensgefahr gebracht haben. Als sich das Jugendamt Zutritt zur Wohnung der Angeklagten verschaffte, war das Kind in akuter Lebensgefahr. Das ein Jahr alte Mädchen konnte Anfang 2012 im Krankenhaus noch gerettet werden.

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Der Verteidiger sprach von verminderter Schuldfähigkeit seiner Mandantin wegen einer Bluterkrankung und Depressionen und hatte eine Bewährungsstrafe verlangt. In einem ersten Prozess war die Mutter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes musste das Landgericht neu in dem Fall entscheiden. (dpa)

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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