Prozess am Marburger Landgericht

Kind fast verhungert: Anklage wegen versuchten Mordes

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Prozess gegen die junge Mutter in Marburg.

Marburg - Im Prozess um ein fast verhungertes Mädchen hat die Staatsanwaltschaft vor dem Marburger Landgericht eine Haftstrafe von sieben Jahren für die Mutter wegen versuchten Mordes gefordert.

Die heute 26-Jährige habe Hilfe für ihre Tochter aktiv verhindert, indem sie das Jugendamt getäuscht habe, sagte der Staatsanwalt. Die Frau soll dem Mädchen nicht genug zu essen gegeben haben und sie so in Lebensgefahr gebracht haben. Als sich das Jugendamt Zutritt zur Wohnung der Angeklagten verschaffte, war das Kind in akuter Lebensgefahr. Das ein Jahr alte Mädchen konnte Anfang 2012 im Krankenhaus noch gerettet werden. Der Verteidiger sprach von verminderter Schuldfähigkeit seiner Mandantin wegen einer Bluterkrankung und Depressionen.

In einem ersten Prozess war die Mutter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes muss das Landgericht neu in dem Fall entscheiden. Ob heute noch ein Urteil fallen sollte, war zunächst unklar.

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dpa

Quelle: op-online.de

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