Neue Hinweise

Klarinette soll Serienmörder im Fall Tristan überführen

+
Der mutmaßliche Serienmörder Manfred S. in den 60er Jahren.

Frankfurt - Ein Instrument des mutmaßlichen Serienkillers aus Schwalbach könnte dabei helfen, die Verdachtsserie von bis zu zehn Mordfällen aufklären. Die Ermittler hoffen auf Fingerabdrücke, die im Fall Tristan nach 18 Jahren endlich Gewissheit bringen sollen.

Eine Klarinette des mutmaßlichen Serienmörders Manfred S. soll den Ermittlern im Fall des getöteten Schülers Tristan weiterhelfen. Nach Medienberichten wird derzeit das Instrument des vor zwei Jahren gestorbenen Hobbymusikers aus Schwalbach auf Fingerabdrücke untersucht. Dies sei die bislang vielversprechendste Spur unter den 130 eingegangenen Hinweisen, zitiert die Tageszeitung "Welt" den Leiter der Soko "Alaska".

Ein Bekannter von S. habe der Polizei die Klarinette gebracht. Die Hessenschau berichtete dies ebenfalls unter Berufung auf die Polizei. Das Landeskriminalamt (LKA) verwies heute auf die Staatsanwaltschaft Frankfurt, die dies zunächst aber nicht bestätigen konnte. Das Blasinstrument ist aber nicht die einzig mögliche Spur: "Bei einer Handvoll Hinweise könnte etwas dran sein, aber es bedarf noch weiterer Ermittlungen", sagte LKA-Sprecher Christoph Schulte.

Alles zu dem grausamen Serienmord in Hessen

Der 2014 verstorbene Manfred S. steht unter dem Verdacht, bis zu zehn Menschen aus sadistischen Motiven ermordet zu haben. Darunter könnte auch der 1998 getötete Schüler Tristan sein. An der Leiche von Manfred S. konnten die Ermittler nur noch von sechs Fingern Abdrücke nehmen. Der Finger, von dem sich ein blutiger Abdruck auf einem Schulheft von Tristan fand, war nicht darunter. Jetzt könnte die Klarinette Gewissheit in diesem und möglicherweise auch in den anderen Fällen bringen.

Als recht sicher gilt, dass der mutmaßliche Mörder die Prostituierte Britta D. tötete. Ihre zerstückelte Leiche hatte die Tochter von Manfred S. in einem Fass entdeckt, als sie nach dessen Tod eine angemietete Garage in Schwalbach entrümpeln wollte. Die Prostituierte war vermutlich seit zehn Jahren tot. Die Ermittlungen, welche Morde mit Manfred S. in Verbindung gebracht werden können, konzentrieren sich weiterhin auf Hessen und sind nicht auf das Bundesgebiet ausgedehnt worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen. Es seien auch keine neuen Verdachtsfälle  (dpa)

Bilder: Der Mordfall des Schülers Tristan Brübach

Erste neue Zeugenhinweise zu möglichem Serienmord

Quelle: op-online.de

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion