Fragen an Schulpolitiker

Kommentar: Islamverband in Bedrängnis

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Peter Schulte-Holtey.

Von Cem Özdemir, der besonders unter seiner Zustimmung zur Armenien-Resolution im Bundestag leiden muss, kommt ein bedenkenswerter Einwurf: Türkische Organisationen sollten ohne jede Hintertür die Mordaufrufe verurteilen, fordert der Grünen-Chef. Von Peter Schulte-Holtey 

Und: Wer in Deutschland ernst genommen werden und Religionsunterricht an Schulen durchführen wolle, der könne nicht nur mit den Zehenspitzen auf dem Boden unserer Verfassung stehen.  Stimmt! Das sollte sich endlich auch die Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) zu Herzen nehmen. Ausgerechnet von dieser Organisation, die in Hessen wichtiger Partner beim islamischen Religionsunterricht in den Schulen geworden ist, kommen derzeit höchst zweifelhafte und verwirrende Stellungnahmen zu den Anfeindungen gegen türkischstämmige Bundestagsabgeordnete. Eine einheitliche Linie ist genauso wenig zu erkennen wie eine klare Haltung zu unserer Demokratie.

Tatsächlich sollte dieser Verband jetzt auch in Hessen unter die Lupe genommen werden. Es muss intensiver denn je untersucht werden, ob dies der richtige Partner für den Islamunterricht an unseren Schulen ist. Beobachter warnen ja seit langem: DITIB untersteht der Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, Diyanet, das wiederum an das türkische Ministerpräsidentenamt angegliedert ist. Und für einige Kritiker steht auch fest, dass DITIB für ein rückständiges Frauenbild im Unterricht sorgt. Die verantwortlichen Schulpolitiker in Hessen werden noch viele Fragen beantworten müssen.

Quelle: op-online.de

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