1,9 Prozent

RMV kündigt Preiserhöhung im Nahverkehr ab 2017 an

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Hofheim - Bus- und Bahntickets im Nahverkehr des Rhein-Main-Gebiets kosten im nächsten Jahr durchschnittlich 1,9 Prozent mehr. Das habe der Aufsichtsrat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) beschlossen, teilte der Verkehrsverbund heute mit.

Pendler im Rhein-Main-Gebiet müssen vom nächsten Jahr an durchschnittlich 1,9 Prozent mehr für Bus- und Bahntickets im Nahverkehr zahlen. Der Preis für Kindertickets bleibt stabil. Das beschloss der Aufsichtsrat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) nach einer Mitteilung von heute. Das Gremium sprach von einer "moderaten Preisanpassung". Vom 1. Januar 2017 koste die Einzelfahrt in Frankfurt dann 2,90 Euro, 10 Cent mehr als bisher. In Wiesbaden und Mainz werde das Einzelticket 5 Cent teurer und koste künftig 2,80 Euro. Unverändert bleiben außer den Kinderfahrkarten auch die Preise der Tageskarten für Erwachsene in Bad Homburg, Wetzlar, Gießen, Marburg, Hanau, Fulda, Rüsselsheim und Darmstadt.

Grundlage für die neuen Fahrpreise seien zum einen deutlich höhere Kosten für Trassen, Stationen und Personal und zum anderen erfreuliche Entwicklungen bei Energie- und Dieselpreisen, teilte der RMV mit. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) rund um Kassel will erst Mitte Juli über neue Preise entscheiden. Der Fahrgastverband Pro Bahn nannte die Preiserhöhung akzeptabel. Dass die Preise für Kindertickets nicht erhöht werden, sei erfreulich, sagte Sprecher Wilfried Staub. Allerdings liege ihr Preis immer noch bei 60 Prozent des Erwachsenentarifs. Das sei zu hoch.

Der RMV ist einer der größten Verkehrsverbünde in Deutschland. Sein Gebiet mit rund fünf Millionen Einwohnern umfasst den Ballungsraum rund um Frankfurt und reicht bis über die rheinland-pfälzische Landesgrenze. Im vergangenen Jahr waren nach Angaben des Verkehrsverbundes 727 Millionen Fahrgäste mit Bussen und Bahnen im RMV-Gebiet unterwegs, 12 Millionen mehr als 2014.

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dpa

Quelle: op-online.de

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