Nachfolger von Offenbacher Autor Frank Witzel gesucht

Das ist die Longlist für den Deutschen Buchpreis

+
Alle Nominierten Autoren und Bücher gibt es auf deutscher-buchpreis.de 

Frankfurt - 20 Titel stehen auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. „Ein ausgezeichneter Jahrgang“, findet die Jury. Der Sieger wird im Oktober gekürt. Im Jahr 2015 kam der Gewinner aus Offenbach.

Bekannte Namen und aufregende Neuentdeckungen stehen auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2016. Unter anderem sind Ernst-Wilhelm Händler, Katja Lange-Müller, Sibylle Lewitscharoff, Arnold Stadler und Peter Stamm mit ihren neuen Werken vertreten, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels heute mitteilte. Eine siebenköpfige Jury hat 178 Bücher, die seit dem vergangenen Herbst neu erschienen sind, gesichtet und daraus 20 Titel für die Longlist ausgewählt. „Ein ausgezeichneter Jahrgang“, findet Jury-Sprecher Christoph Schröder. Die Longlist zeige „die große Bandbreite von Schreibweisen und Themen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“. Auch die sprachliche Vielfalt sei groß. „Wir hatten Spaß dabei, uns durch die Einreichungen zu arbeiten.“

14 Autoren und 6 Autorinnen stehen in diesem Jahr auf der Liste. Auch kleine Verlage wie Paul Zsolnay oder Lenos sind dabei. Punktsieger ist S. Fischer mit fünf Titeln auf der Longlist. Nicht alle nominierten Bücher sind schon in den Buchhandlungen erhältlich: Rund ein halbes Dutzend erscheint erst Ende August oder im September. Zwischen den renommierten Autoren finden sich spannende Newcomer wie die 1990 geborene Michelle Steinbeck. „Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch“ ist eine fantastische Reise mit einem toten Kind im Koffer. Außergewöhnliche Geschichten erzählen auch Hans Platzgumer und Philipp Winkler: „Am Rand“ thematisiert das Glück im Tod, „Hool“ gibt der Hooligan-Szene eine Stimme.

Fakten zur Buchmesse 2016 in Frankfurt

Die Longlist zeige „die große Bandbreite“ dieses Jahrgangs, sagte Schröder: „vom Entwurf gewagter literarischer Dystopien über die Darstellung der Sehnsucht nach Aufbrüchen in neue Lebenswelten, die Auflehnung gegen die alltägliche Zwangsläufigkeit bis hin zu biografischen Selbstvergewisserungen“. Im Wettbewerb um die beste literarische Neuerscheinung wird die Liste bis zum 20. September zunächst auf sechs Titel - die Shortlist - verkürzt. Der Sieger wird am 17. Oktober bekanntgegeben, dem Abend vor Beginn der Frankfurter Buchmesse. Er erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist je 2500 Euro. 

Der aktuelle Preisträger kommt übrigens aus Offenbach. Das Buch mit dem Titel „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ wurde 2015 in Frankfurt als beste literarische Neuerscheinung des Jahres im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. dpa/dr

Quelle: op-online.de

Mehr zum Thema

Kommentare