Mehr Nachfrage als Plätze in Hessens „Kinderknast“

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Ein Bild vom Empfangsbereich des Jugendhilfezentrums in Sinntal.

Sinntal - Vier Jahre nach der Eröffnung von Hessens einzigem geschlossenen Kinderheim übersteigt die Nachfrage das Angebot an freien Plätzen deutlich.

"Wir haben eine lange Warteliste, zwölf Kinder stehen derzeit drauf", sagte Einrichtungsleiter Pater Christian Vahlhaus der Deutschen Presse-Agentur. "Eigentlich könnten wir eine zweite Gruppe aufmachen. Aber das streben wir nicht an." Die intensivpädagogische Wohngruppe im Jugendhilfezentrum in Sinntal-Sannerz (Main-Kinzig-Kreis) ist mit acht Plätzen voll ausgelastet. Kriminelle, aber strafunmündige Kinder zwischen 10 und 13 Jahren können dort untergebracht werden. "Wir bekommen teilweise echte Hardcorefälle", sagt Vahlhaus.

Vier Jahre nach dem Start im September 2012 weist die Einrichtung in diesem Jahr erstmals eine ausgeglichene Bilanz aus, wie Vahlhaus sagte. "Die ersten zwei Jahre waren turbulent. In den letzten zwei Jahren haben wir uns stabilisiert." Die geschlossene Unterbringung von Kindern ist in Fachkreisen umstritten, Kritiker nennen sie "Kinderknast". Das Institut für Kinder- und Jugendhilfe (Mainz), das die Wirksamkeit des Konzepts wissenschaftlich untersucht, sieht aber in seiner Zwischenbilanz "überdurchschnittlich positive Veränderungen" bei den Kindern. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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