Messerattacke in Herborn

Polizistenmörder kündigte laut Zeugin die Tat an

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Die Tätowierung "ACAB" ("All cops are bastards") wird sichtbar, als sich der Angeklagte Patrick S. im Verhandlungssaal des Landgerichts auf die Anklagebank setzt.

Limburg - Der mutmaßliche Polizistenmörder von Herborn hat seine Tat nach einer Zeugenaussage angekündigt. Das berichtete eine 25-jährige Bekannte des Angeklagten heute vor dem Limburger Landgericht.

"Er sagte, er werde das nächste Mal vielleicht zustechen und zwar an Stellen, wo Polizeibeamte nicht geschützt sind", sagte die Frau. Die Äußerung habe sie auf einer kleinen Party gehört. Der 27-Jährige soll an Heiligabend 2015 in einem stehenden Zug am Bahnhof Herborn in Mittelhessen unvermittelt zwei Beamte mit einem Messer angegriffen haben. Ein 46-Jähriger starb, sein ein Jahr älterer Kollege erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Überlebende hatte vor Gericht ausgesagt, der Angeklagte habe auf Stellen gezielt, die normalerweise nicht von der Schutzweste bedeckt seien.

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Bei dem Einsatz trugen beide Beamte keine Schutzweste. Eine Bewährungshelferin hatte dem Gericht von der Ankündigung berichtet, nachdem die 25-Jährige ihr davon erzählt hatte. Daraufhin wurde die Frau geladen. Sie wurde während der Aussage von Weinkrämpfen geschüttelt und entschuldigte sich beim Angeklagten. Der 27-Jährige hatte ausgesagt, er habe sich unvermittelt angegriffen gefühlt und um sein Leben gekämpft. Seine Opfer habe er nicht als Polizisten erkannt. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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