66. Bad Hersfelder Festspiele

Minister verteidigt gestiegene Festspiel-Förderung für Wedel

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Dieter Wedel (2.v.r.) bei der Eröffnung der Festspiele.

Bad Hersfeld - Hessens Kunstminister Boris Rhein (CDU) hat die vergleichsweise hohe finanzielle Unterstützung der Bad Hersfelder Festspiele verteidigt.

"Ein Land muss die Möglichkeit haben, sich auf die Förderung eines Festivals ganz besonders zu konzentrieren", sagte Rhein am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Das Theaterfestival in habe unter der Leitung des Intendanten Dieter Wedel "einen besonderen Ruf" und spiele "in einer besondere Liga", begründete Rhein. "In Hersfeld investiertes Geld ist gut investiertes Geld", sagte der Minister, der als Premierengast die Saison am Freitag eröffnet hatte. Das Land Hessen unterstützt die Festspiele in dieser Saison mit 770.000 Euro, sogar 200.000 Euro mehr als im Vorjahr. Theater-Macher in Hessen hatten zuletzt wiederholt gesagt, dass sie sich benachteiligt fühlen. Kritik war etwa von den Brüder Grimm Festspielen in Hanau zu hören.

"Ich kann verstehen, dass einige sich nicht gleichbehandelt fühlen", gestand Rhein. Aber das Festival in Bad Hersfeld genieße den höchsten Stellenwert: "Für das Land Hessen sind die Bad Hersfelder Festspiele unsere Festspielmarke". Nach der Premiere des Dramas "Hexenjagd" sagte Rhein: "Dieter Wedel hat die Festspiele neu belebt. Er bietet künstlerisch große Substanz. Wir sind unheimlich stolz, dass er in Hessen arbeitet. Die Festspiele haben eine Strahlkraft über Hessen hinaus." Die Saison geht bis zum 28. August. Der Etat liegt bei mehr als 7,1 Millionen Euro. (dpa)

Bilder der 66. Bad Hersfelder Festspiele

Quelle: op-online.de

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