Trauerfeier in Neukirchen

Mitschüler nehmen Abschied von ertrunkenen Geschwistern

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Neukirchen - Nach dem Tod der drei in einem Teich ertrunkenen Geschwister ist heute im nordhessischen Neukirchen eine Trauerfeier veranstaltet worden. Etwa 180 Personen nahmen daran teil, darunter 110 Schüler der Kleeblattschule, wie Bürgermeister Klemens Olbrich sagte.

Die Schüler sollten mit der Trauerfeier die Möglichkeit bekommen, den Tod ihrer Mitschüler zu verarbeiten. Das achtjährige Mädchen besuchte die zweite Klasse der Grundschule, der neunjährige Junge die dritte Klasse. Sie, wie auch der fünfjährige Bruder, waren am Samstagabend ohne Fremdeinwirkung in einem Löschteich im Ortsteil Seigertshausen ertrunken. Die Schüler gingen am Morgen mit Eltern und Lehrern von der Schule zur nahegelegenen Kirche, wo Pfarrer Reinhard Keller predigte. "Mit Hilfe einer Trauerfeier können die Kinder das Geschehene besser verarbeiten", sagte Olbrich. Einige Kinder seien sehr ergriffen gewesen. "Es flossen auch Tränen", sagte er.

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Zurück auf dem Schulhof ließen die Kinder Luftballons steigen, an denen Zettel mit Botschaften für die Verstorbenen angebracht waren. Bürgermeister Olbrich hatte vor der Veranstaltung den Wunsch geäußert, dass die Trauerfeier ohne Medienpräsenz stattfinden möge. "Die Menschen hier sind ziemlich gestresst von den Vorkommnissen und wollen ungestört unter sich bleiben", hatte er begründet. Die Ermittler müssen unterdessen Fahrlässigkeitsvorwürfe prüfen. Etwa, ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben und ob die Stadt den Löschteich mit einem Zaun hätte sichern müssen. "Das wird aber noch länger dauern", sagte Staatsanwalt Oliver Rust in Marburg.

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dpa

Quelle: op-online.de

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