Spur zum Fall „Tristan“?

Mordserie in Hessen: Polizei vermutet mindestens fünf Opfer

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In dieser Garage in Schwalbach wurden 2014 die Leichenteile einer Frau entdeckt.

Wiesbaden/Frankfurt/Schwalbach - In einer Garage in Schwalbach wird 2014 eine zerstückelte Frauenleiche gefunden. Die Polizei vermutet noch weitere Opfer, der mutmaßliche Serienmörder ist allerdings bereits gestorben.

Nach dem Tod eines Mannes wurde in einer von ihm angemieteten Garage eine zerstückelte Frauenleiche gefunden. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass es sich bei der Toten um eine drogenabhängige Prostituierte aus Frankfurt handelte, die vermutlich der Garagen-Mieter umgebracht hatte.

Das Hessische Landeskriminalamt  (LKA) vermutet nun, dass  der Mann für weitere Morde verantwortlich gewesen sein könnte. Das LKA überprüft nun zwei ungeklärte Todesfälle aus dem Jahre 1971, einen Mord aus dem Jahre 1991 und ein Tötungsdelikt aus dem Jahr 1993 - sämtliche Opfer waren Prostituierte aus Frankfurt.

Auch einen Zusammenhang mit dem Mord an einem Schüler in Frankfurt schließt die Polizei nicht aus: 1998 war der damals 13-jährige Tristan Brübach brutal ermordet worden, trotz eines Phantombildes und einer Belohnung von 100.000 Euro wurde der Täter nie gefasst.

Leichenteile in Garage gefunden

Alle Taten liegen mehr als zehn Jahre zurück. Sie weisen wegen ihrer besonderen Brutalität Parallelen auf, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Schüler Tristan war 1998 mit durchgeschnittener Kehle und zahlreichen Stichverletzungen in einer Unterführung in der Nähe des Bahnhofs Frankfurt-Höchst gefunden worden. Die Polizei verwies auf "sehr spezielle Tathandlungen, welche sich so oder so ähnlich auch bei den anderen Opfern finden." Die Art, in der die Tat begangen wurde, sei wie ein "Verhaltens-Fingerabdruck" für die Ermittler, sagte der Polizeisprecher.

Für (den morgigen) Donnerstag ist im Hessischen Landeskriminalamt eine Pressekonferenz angesetzt, bei der die neuen Ermittlungsergebnisse vorgestellt werden sollen. (nb/dpa)

Quelle: op-online.de

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