Opfer nicht vernehmungsfähig

Motiv für Gesichtsverstümmelung weiter unklar

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Das Wohnhaus in Schlüchtern, in dem der mutmaßliche Täter dem Opfer das Gesicht mit einem Messer auf brutale Art und Weise entstellt haben soll. 

Schlüchtern/Hanau - Nach der Gesichtsverstümmelung an einem jungen Mann in Schlüchtern rätseln die Ermittler weiter über das Motiv. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Hanau rechnet mit einem Prozessbeginn in vier bis sechs Monaten.

Derzeit laufen noch die Spurenauswertungen und Zeugenbefragungen, wie Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze heute sagte. Der festgenommene mutmaßliche Täter sitzt in U-Haft und schweigt zu dem Vorfall. Die Staatsanwaltschaft Hanau rechnet mit einer Anklageerhebung in zwei bis drei Monaten, mit einem Prozess in vier bis sechs Monaten, wie Heinze sagte. Verhandelt würde der Fall vor der Jugendstrafkammer wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Der 19-Jährige soll am Freitagabend einem 18 Jahren alten Besucher in seiner Wohnung in Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis mit einem Messer Ohren, Nasenflügel und Augenlider abgetrennt und mit einem spitzen Gegenstand in die Augäpfel und den Hals gestochen haben. "Diese Form der Gewalt haben die Ermittlungsbehörden hier noch nicht erlebt", sagte Heinze. Es gebe keine Hinweise auf die Beteiligung eines zweiten Täters. Das Opfer liegt in einer Spezialklinik - sein Zustand ist unverändert. Der Mann schwebt zwar nicht mehr in Lebensgefahr, ist aber nicht vernehmungsfähig. (dpa)

Quelle: op-online.de

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