Prozess in Limburg

Polizistenmörder laut Zeugin ein Waffennarr

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Das Bild entstand beim Prozessauftakt.

Herborn/Limburg - Der mutmaßliche Polizistenmörder von Herborn ist nach einer Zeugenaussage ein Waffennarr. Eine Bewährungshelferin sagte am Montag vor dem Limburger Landgericht, der 27-jährige Angeklagte habe eine Affinität zu Waffen, insbesondere zu Messern.

Eine Bekannte des Mannes habe ihr berichtet, der Angeklagte habe ihr gegenüber angekündigt, irgendwann in seinem Leben einmal einen Polizisten erstechen zu wollen. Die Bekannte soll nun auch als Zeugin geladen werden. Der 27-Jährige soll an Heiligabend 2015 in einem stehenden Zug am Bahnhof Herborn in Mittelhessen unvermittelt zwei Beamte mit einem Messer angegriffen haben. Ein 46-Jähriger starb, sein ein Jahr älterer Kollege erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Angeklagte bestritt am Montag erneut den Mordvorwurf vor Gericht.

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Zu einem Video, das die Tat an Heiligabend 2015 zeigt, ließ der Angeklagte seinen Anwalt erklären, es sei deutlich erkennbar, dass er beide Hände in den Taschen gehabt habe und von "Personen" angegriffen werde. Bereits zu Prozessbeginn hatte der 27-Jährige ausgesagt, er habe sich unvermittelt angegriffen gefühlt und um sein Leben gekämpft. Seine Opfer habe er nicht als Polizisten erkannt. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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