Verbraucherschutz Online-Supermarkt: Diese Rechte gelten

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Wer im Online-Supermarkt bestellt, sollte seine Rechte und Pflichten kennen.

Schnell in der Mittagspause per Mausklick die Wochenendeinkäufe erledigen – der Online-Supermarkt macht es möglich. Doch was ist, wenn das Obst verfault ankommt oder Sie den Liefertermin verpassen? Lernen Sie Ihre Rechte und Pflichten laut Verbraucherschutz kennen und informieren Sie sich hier.

Verbraucher in Deutschland kaufen zunehmend Lebensmittel übers Internet. Sie bestellen bequem vom heimischen Computer aus oder über eine App: Einfach die Einkaufsliste in den Warenkorb legen, auf den Bestell-Button klicken und kurze Zeit später bringt ein Kurier Ihnen die Besorgungen bis zur Haustüre.Kein Anstehen mehr an der Kasse, keine schweren Taschen tragen – alles verläuft völlig stressfrei.

Doch ein Problem bleibt: Anders als bei Kleidung oder Elektroartikel können Sie Lebensmitteln nicht einfach so probieren und bei Nichtgefallen zurückschicken. Sie sollten deshalb die Antworten auf die wichtigsten Rechtsfragen kennen:

Müssen Sie die Ware bezahlen, wenn die Qualität nicht Ihren Ansprüchen genügt?

Grundsätzlich gilt: Eine faule Erdbeere ist noch kein Grund für eine Reklamation. Verschimmeltes Gemüse oder stark angeschlagenes Obst sollten Sie aber nicht annehmen.

Letztlich entscheiden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Händlers (AGB), ob Sie die Ware zahlen müssen oder nicht. Bei manchen Online-Supermärkte gibt es die Möglichkeit, verbindliche Anforderungen an die gelieferten Lebensmittel zu stellen. Zum Beispiel können Sie hier im Bestellformular den Reifegrade der Bananen bestimmen. Halten Sie bei Lieferung eine Bestätigung parat und kontrollieren Sie die Ware sofort.

Um die Konsumenten im Online-Verkauf vor Verbrauchertäuschung, mangelhaften oder gar gesundheitsgefährdenden Nahrungsmitteln zu schützen, gibt es seit einigen Jahren die zentrale Kontrollstelle G@ZIELT. Diese wird vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zusammen mit den Bundesländern betrieben. Die Organisation hat sich zur Aufgabe gemacht, unter anderem Online Supermärkte zu überprüfen. Die Ergebnisse werden an die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden weitergegeben.

Was passiert, wenn Sie zum Lieferzeitpunkt nicht zuhause sind?

Auch hier lohnt sich ein Blick in die AGBs: Dort legt jeder Online-Supermarkt genau fest, was passiert, wenn Sie den Lieferanten verpassen. Manche Händler kommen Ihnen entgegen und bieten Ihnen einen zweiten Termin an, andere rechnen einen Teil oder aber auch die volle Summe ab.

Kommt hingegen Ihre Lieferung zu spät oder gar nicht, sind Sie nicht verpflichtet, die Ware anzunehmen und können vom Vertrag zurücktreten.

Nimmt der Kurier auch Ihr Leergut mit?

Besonders praktisch: Viele Online-Supermärkte liefern auch Getränke. Sie müssen also nie wieder die schweren Wasserkästen in den fünften Stock schleppen. Informieren Sie sich aber vorab, ob der Lieferant auch das Leergut mitnimmt.

Generell müssen Online-Supermärkte diesen Service anbieten. Der Dienstleister kann sich in den AGBs allerdings darauf beschränken, nur die Menge an Leergut mitzunehmen, in der er auch Getränke geliefert hat. Wenn Sie also einen Kasten Bier bestellen, nimmt der Bote auch nur einen leeren Kasten der gleichen Marke mit.

Quelle: op-online.de

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