Beamter starb bei Messerattacke

Toter Polizist im Internet verhöhnt: Höhere Strafe für 33-Jährigen

+
Ein Bild vom Tatort in Herborn.

Limburg - Wegen der Verhöhnung eines getöteten Polizisten ist ein 33-jähriger Mann heute in zweiter Instanz zu einer höheren Bewährungsstrafe verurteilt worden. Anstelle von acht habe das Landgericht Limburg nun zwölf Monate Haft verhängt, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag.

Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Onlineportals mittelhessen.de. Der Polizist war an Heiligabend 2015 bei einer Messerattacke in Herborn getötet worden. Einen Tag später schrieb der 33-Jährige auf einer Internetplattform unter der Überschrift "Solidarität mit dem Polizistenmörder" einen langen Kommentar, in dem es unter anderem hieß: "Und dann noch rumheulen, wenn man abgestochen wird" sowie "Wie dumm muss man eigentlich sein?" Das Amtsgericht Dillenburg hatte den Mann im März dafür zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Als Bewährungsauflage sollte er 200 Stunden gemeinnützig arbeiten. In der Urteilsbegründung hieß es, er sei durch seine psychische Erkrankung in seiner Schuldfähigkeit eingeschränkt. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. dpa

Prozess um tödlichen Messerangriff auf Polizisten

Quelle: op-online.de

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion