36-Jährigen geohrfeigt

Prozess um Körperverletzung: Polizist freigesprochen

Fulda - Ein angeklagter Polizist ist vom Amtsgericht Fulda vom Vorwurf der Körperverletzung im Amt freigesprochen worden.

Damit urteilte der Strafrichter am Dienstag im Zweifel für den Angeklagten, denn er hielt beide Tat-Versionen einer eskalierten Kontrolle für denkbar. Der Beamte aus dem osthessischen Hosenfeld hatte eingeräumt, einen 36-Jährigen bei einer Ausweiskontrolle in einem Park in Fulda geohrfeigt zu haben. Der Beamte (51) hatte sein Verhalten damit gerechtfertigt, dass der ihm bekannte Mann bei jener Begegnung am 13. April 2015 immer aggressiver geworden sei und die Fäuste geballt habe, als wolle er selbst zuschlagen. Der 36-Jährige ist bereits mehrfach wegen Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt vorbestraft.

Der Polizist erklärte, er habe den Mann mit einem Schlag auf den Solarplexus im Brustbereich kurzzeitig außer Gefecht setzen wollen. Nur versehentlich habe er dabei sein Gesicht getroffen. Einen Faustschlag - wie angeklagt - habe er dem Mann nicht versetzt. Den Vorschlag des Staatsanwalts, das Verfahren wegen Geringfügigkeit gegen 1500 Euro Geldbuße einzustellen, hatte der angeklagte Polizist abgelehnt. Der Staatsanwalt will vorsorglich Berufung einlegen. Seiner Meinung nach habe es zu viele Ungereimtheiten bei der Aussage der Polizeibeamten gegeben. (dpa)

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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