Prozess am Landgericht Frankfurt

Haftstrafe für schwere Misshandlung von Partnerin

Frankfurt - Weil er seine Lebensgefährtin immer wieder schwer misshandelt, eingesperrt und in einem Fall sogar vergewaltigt hat, ist ein 36 Jahre alter Mann heute in Frankfurt zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Das Landgericht wies den Mann darüber hinaus in eine Therapieeinrichtung ein. Die meisten der fünf Einzeltaten hatte er unter Alkohol- und Drogeneinfluss begangen. Eine Einzelstrafe von allein fünf Jahren verhängte das Gericht für den Hauptanklagepunkt: Im September 2014 hatte er die 27-Jährige mehrere Stunden in seiner Wohnung eingesperrt, sie geschlagen und ihr damit blutende Wunden zugefügt, in die er auch noch Salz streute. Darüber hinaus drückte er glühende Zigarettenstummel auf ihrem Körper aus und vergewaltigte sie. Kurze Zeit später zeigte ihn die Frau an.

In dem seit April laufenden Prozess räumte der Mann die Vorwürfe nur teilweise ein. Insbesondere der sexuelle Kontakt mit der Frau sei "einvernehmlich" gewesen. In mindestens einem Fall aber sah das Gericht diese Aussage als widerlegt an. Im Strafmaß lag das Gericht weit über dem Antrag der Staatsanwaltschaft von sechs Jahren Gesamtstrafe. Auch der Verteidiger wollte es bei dieser Strafhöhe bewenden lassen. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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