Freispruch vom Vorwurf der Körperverletzung

Polizist soll doch nicht zugeschlagen haben

Frankfurt - Ein Polizist ist gestern vom Vorwurf der Körperverletzung in einer Frankfurter U-Bahn-Station freigesprochen worden.

Vor dem Landgericht stellten sich nach der Vernehmung eines Rechtsmediziners Zweifel daran ein, ob der Beamte tatsächlich den Mann im Oktober 2012 nach einer Auseinandersetzung um eine Fahrscheinkontrolle mit einem Faustschlag eine blutende Wunde am Auge zugefügt hatte. Der Gutachter hatte es für wahrscheinlicher gehalten, dass die Verletzung beim Einsteigen in ein Polizeiauto entstand. Verurteilt wurde der Beamte zu 1400 Euro Geldstrafe wegen Beleidigung. Er hatte den Mann bei der Überprüfung als "dummen Schwätzer" bezeichnet.

Lesen Sie dazu auch:

Polizeioberkommissar wegen Misshandlung vor Gericht

Rassismus bei der Polizei: Demo in Frankfurt

Staatsanwaltschaft ermittelt: Mann von Polizisten verprügelt

In einem ersten Prozess war der Beamte 2014 noch vom Amtsgericht Frankfurt wegen Körperverletzung im Amt zu 8400 Euro Geldstrafe (120 Tagessätze) verurteilt worden. Der Vorfall hatte für Aufregung gesorgt, weil der dunkelhäutige Verletzte der Polizei und Sicherheitsmitarbeitern der Bahn Rassismus vorgeworfen hatte. Die Staatsanwaltschaft attestierte ihm im zweiten Prozess eine "Mitschuld" an seinen Verletzungen, weil er sich bei der Polizeikontrolle "aggressiv und provokativ" verhalten habe.

Die kuriosesten Gesetze aus aller Welt

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion