Abkochen weiter nötig

Quelle für verunreinigtes Wasser in Mittelhessen gefunden

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Marburg/Niestetal - Ein Brunnen ist die Quelle für die Trinkwasser-Verunreinigung in mehreren mittelhessischen Kommunen. Die Kontamination sei von einem der acht Brunnen des Wasserwerkes Wohratal ausgegangen, teilte der Kreis Marburg-Biedenkopf heute mit.

Der Brunnen sei bereits am Samstag vom Netz genommen worden. Die genaue Ursache für die Verunreinigung mit den Keimen sei aber noch unklar, sagte der technische Leiter der Wasserversorgung beim Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke, Werner Loew. Die Leitungen werden voraussichtlich noch bis Ende der Woche zur Desinfektion gechlort. Es dauere seine Zeit, bis das Chlor in den letzten Winkeln des Rohrsystems angekommen sei, sagte Loew. Das Trinkwasser in den betroffenen Städten und Gemeinden sollte weiterhin abgekocht werden. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung sei das gechlorte Wasser nicht geeignet.

Die Verunreinigung mit Coli-Bakterien, die Durchfallerkrankungen und Wundinfektionen auslösen können, war am Freitag bekannt geworden. Betroffen sind Kommunen in den Kreisen Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill und Gießen sowie die Städte Marburg, Gießen und Teile Wetzlars. Auch in Heiligenrode, einem Ortsteil von Niestetal in Nordhessen, fanden sich im Wasser Keime. Die Menschen dort sollten mindestens noch bis Sonntag ihr Wasser abkochen, wie ein Polizeisprecher sagte. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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