Umwelthilfe gibt Hessen schlechte Noten

Rote Karte für Volker Bouffier

Berlin/Wiesbaden - Hessische Spitzenpolitiker fahren nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) immer noch nicht umweltfreundlich.

Gemessen am CO2-Ausstoß der Dienstwagen der Ministerpräsidenten und der jeweiligen Kabinettskollegen belege Hessen zusammen mit Nordrhein-Westfalen den 14. Platz im Ländervergleich, teilte die Umwelthilfe in Berlin mit. Nur Bayern schneide schlechter ab. Den besten Wert weise Hamburg auf. Im Vergleich zum vergangenen Jahr habe sich Hessen nicht verbessert.

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Im Frühjahr hatte die Umwelthilfe für ihren 10. Dienstwagen-Check 231 deutsche Landes- und Bundespolitiker befragt. Im Schnitt stoßen die hessischen Regierungs-Limousinen nach Angaben der Umwelthilfe 158 Gramm klimaschädliches Kohlendioxid je Kilometer aus, sechs Gramm weniger als im Jahr zuvor. Den geringsten CO2-Ausstoß habe der Wagen von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) mit 109 Gramm je Kilometer, den größten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mit 254 Gramm je Kilometer.

Bei den Landesregierungen ist nach Angaben der Umwelthilfe ein langsamer Wechsel hin zu weniger durstigen Dienstwagen nur teilweise erkennbar. Nur Hamburg, Rheinland-Pfalz und Bremen liegen nach Erkenntnissen der Organisation deutlich unter dem Zielwert der EU. Die EU erlaubt derzeit noch 130 Gramm pro Kilometer für neu zugelassene Autos, ab 2020 sollen es nur noch 95 Gramm sein.

Unter den Bundesministern schnitt Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) besonders schlecht ab - ihr Wagen habe einen CO2-Ausstoß von 159 Gramm pro Kilometer. Den letzten Platz im diesjährigen Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe teilt sie sich mit zwei SPD-Parteikollegen, Bundesjustizminister Heiko Maas und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. (dpa)

Quelle: op-online.de

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