Grund: „ungünstige Wetterverhältnisse“

Bauarbeiten an Schiersteiner Brücke dauert länger

Wiesbaden - Das Wetter machte den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung. Der erste Teil der Schiersteiner Brücke über den Rhein wird deshalb erst ein paar Monate später fertig.

Der Neubau der Schiersteiner Brücke für die Autobahn 643 zwischen Mainz und Wiesbaden verzögert sich. Der erste Abschnitt des Neubaus werde voraussichtlich Mitte 2017 fertig und damit ein halbes Jahr später als geplant, teilte die hessische Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil heute in Wiesbaden mit. Das wechselhafte Wetter der vergangenen Monate mit Regen und teils extremer Hitze habe dazu geführt, dass Arbeiten etwa zur Beschichtung von Stahlflächen nicht vor dem Winter beendet und erst im Frühjahr fortgesetzt werden könnten. Die Autobahnbrücke über den Rhein zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz wird komplett neu gebaut. Parallel zur alten Brücke entsteht die neue Querung. Ob die Verzögerung Folgen für den weiteren Zeitplan hat, ist nach Angaben von Hessen Mobil unklar. "Eine Prognose kann zur Zeit niemand abgeben", sagte eine Sprecherin. Das gesamte neue Bauwerk soll nach den bisherigen Planungen bis Mitte 2020 fertig sein. Auch mögliche Auswirkungen auf die Gesamtkosten können der Sprecherin zufolge momentan nicht abgeschätzt werden. Bisher werden die Baukosten auf 216 Millionen Euro veranschlagt.

Das bei einem Bauunfall beschädigte Brückenteil auf rheinland-pfälzischer Seite kann dagegen nach Angaben von Hessen Mobil wie geplant bis Jahresende fertiggestellt werden. Damit ist dann voraussichtlich ab März 2017 wieder eine durchgängig zweispurige Verkehrsführung von Mainz in Richtung Wiesbaden möglich. Im Februar 2015 war bei Bauarbeiten ein Pfeiler abgesackt und hatte die Region in ein wochenlanges Verkehrschaos gestürzt, weil die Brücke komplett gesperrt werden musste.

Sperrung der Schiersteiner Brücke

Der Straßenbehörde zufolge müssen mehr als 150.000 Quadratmeter Stahlfläche an dem neuen Brückenteil beschichtet werden. Dabei dürfe die Oberflächentemperatur des Stahls nicht höher als 40 Grad Celsius betragen - und die Luftfeuchtigkeit nicht über 85 Prozent liegen. Betonier- und Abdichtungsarbeiten müssten wegen der Verzögerung ebenfalls verschoben werden, weil sie nicht gleichzeitig stattfinden können. dpa

Quelle: op-online.de

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