Prozess am Amtsgericht Frankfurt

21-jähriger räumt Schüsse auf Asylunterkunft ein

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Die Container, als Flüchtlingsunterkunft genutzt, standen am 10. April unter Beschuss.

Frankfurt/Hofheim - Weil er aus einer Luftpistole mehrere Schüsse auf eine Asylunterkunft in Hofheim (Taunus) abgegeben hat, muss sich heute ein 21 Jahre alter Mann vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten.

Die Staatsanwaltschaft legt ihm Sachbeschädigung zur Last. Durch die drei Millimeter starken Metallkugeln wurde ein Fenster des Wohncontainers beschädigt, das für 650 Euro repariert werden musste. Vor Gericht räumte der Angeklagte über seine Verteidigerin die Tat ein, für die er sich schäme.

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Nach einem durchzechten Abend mit "wahnsinnig viel Bier und Wodka" seien er und seine Kumpel auf die "dämliche Idee" gekommen, mit der Gaspistole zunächst auf Verkehrsschilder und dann auf den Container zu schießen. Politische Motive lägen der Tat aber nicht zugrunde. Der Staatsanwalt forderte die Teilnahme an einer Alkoholtherapie sowie 150 gemeinnützige Arbeitsstunden. Wenn sich der Angeklagte zwei Jahre lang straffrei halte, sollten keine weiteren Maßnahmen gegen ihn ergriffen werden. Das Gericht will das Urteil noch am Nachmittag verkünden.

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dpa

Quelle: op-online.de

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