Sommerpause eingelegt

Mehr Arbeitslose in der Region

Offenbach/Hanau/Darmstadt/Frankfurt/Nürnberg - Zum Anfang der Sommerpause ist die Zahl der Arbeitslosen in Offenbach, Hanau, Dieburg, Hessen und ganz Deutschland gestiegen. Von Marc Kuhn

15.941 Männer und Frauen waren im Juli im Offenbacher Agenturbezirk arbeitslos gemeldet, 377 mehr als im Juni. Gegenüber dem Juli des Vorjahres war ein Rückgang von 219 Betroffenen zu verzeichnen, wie die Agentur für Arbeit Offenbach gestern mitteilte. Die Quote stieg auf 6,3 Prozent. Im Juni lag sie bei 6,1 Prozent und im Juli 2015 bei 6,5 Prozent. „Ein Anstieg im Juli ist aber nichts Ungewöhnliches“, erklärte Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur. „Es sind vor allem Ausbildungsabsolventen und junge Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen, die für den Zuwachs sorgten. Es ist aber davon auszugehen, dass sich die Zahlen im Laufe der nächsten Wochen wieder glätten, wenn die jungen Fachkräfte neue Stellen finden. “.

In der Stadt Offenbach seien 6891 Menschen arbeitslos gewesen, 0,1 Prozent weniger als im Juni, erklärte die Agentur weiter. Im Vergleich zum Juli 2015 ergab sich ein Rückgang von 0,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote blieb auf dem Vormonatsstand von 10,1 Prozent. Im Juli des vergangenen Jahres lag sie bei 10,5 Prozent. 9050 Erwerbslose sind im Landkreis registriert worden, 4,4 Prozent mehr als im Vormonat und 2,0 Prozent weniger als im Juli des Vorjahres. Die Quote stieg auf 4,9 Prozent gegenüber 4,7 Prozent im Vormonat und 5,0 Prozent im Vorjahr. Am Standort Langen waren im Juli 3416 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 4,9 Prozent mehr als im Vormonat und 0,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent gegenüber 4,9 Prozent im Vormonat und 5,2 Prozent im Juni des Vorjahres. 3352 Betroffene waren im Bezirk Rodgau arbeitslos gemeldet, 5,0 Prozent mehr als im Juni und 3,4 Prozent weniger als im Juli 2015. Die Quote erreichte 5,2 Prozent gegenüber 4,9 Prozent im Juni und 5,4 Prozent im Juli des vergangenen Jahres. Im Seligenstädter Bezirk waren 2282 Menschen arbeitslos, 2,7 Prozent mehr als im Juni. Im Vergleich zum Juli 2015 ergab sich ein Rückgang von 2,0 Prozent. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent gegenüber 4,2 Prozent im Vormonat und 4,4 Prozent im Vorjahresmonat.

Nach zwei Monaten mit starken Rückgängen gab es wieder einen Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit im Hanauer Agenturbezirk. 10.357 Männer und Frauen seien im Juli arbeitslos gemeldet gewesen, berichtete die Agentur für Arbeit Hanau. Gegenüber Juni waren 359 mehr Personen erwerbslos. Verglichen mit dem Juli des Vorjahres waren es 317 weniger. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,7 Prozent gegenüber 4,5 Prozent im Juni. In der Stadt Hanau sind 4051 Erwerbslose registriert worden, 94 mehr als im vergangenen Monat. Die Quote stieg auf 8,4 Prozent gegenüber 8,2 Prozent im Vormonat und 8,8 Prozent im Juli 2015.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg waren im Juli 7173 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 262 Personen oder 3,8 Prozent gestiegen, wie die Agentur für Arbeit Darmstadt erläuterte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 250 Menschen oder 3,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,5 Prozent, im Vorjahr waren es 4,7 Prozent.

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In Hessen waren im Juli 172.954 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 2,6 Prozent mehr als im Juni, aber 2,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit (BA) laut dpa in Frankfurt mitteilte. Zugleich war es der niedrigste Stand in einem Juli seit 23 Jahren. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 5,3 Prozent. Im Juli 2015 hatte der Wert noch bei 5,4 Prozent gelegen. Die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge wirke sich bislang nicht wesentlich auf die Zahlen aus, erklärte die Regionaldirektion. Rund 8200 von ihnen seien derzeit als arbeitslos registriert, 17.200 als arbeitssuchend. Viele der im vergangenen und diesem Jahr geflüchteten Menschen befänden sich noch im Anerkennungsverfahren, sagte der Leiter der Regionaldirektion, Frank Martin. „Wir gehen davon aus, dass sich ihre Zahl steigern wird und somit im nächsten Jahr ein Anstieg der Arbeitslosenzahl in Hessen zu erwarten ist.“

In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen auf 2,661 Millionen gestiegen. Im Juli waren 47.000 mehr Menschen ohne Job als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen dagegen um 112.000 zurück, wie die BA in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 6,0 Prozent. „Der Arbeitsmarkt hat sich im Juli gut entwickelt“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Quelle: op-online.de

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