Obdachloser darf zurück an Stammplatz

Sondererlaubnis für "Eisenbahn-Reiner"

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Mit einer gerade gekauften Spielzeug-Lokomotive kehrt "Eisenbahn-Reiner" auf seinen Stammplatz in der Frankfurter Innenstadt zurück.

Frankfurt - Die Stadt lenkt ein: Der Frankfurter Obdachlose, besser bekannt als "Eisenbahn-Reiner", darf sein Spielzeug wieder an seinem Stammplatz in der Innenstadt aufbauen. Er erhält nun eine Sondernutzungserlaubnis.

Der zuständige Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) erteilte dem 45-Jährigen Reiner Schaad eine Sondernutzungserlaubnis, damit er seine Spielzeug-Eisenbahn wieder aufbauen kann, wie die Stadt heute berichtete. Das Amt für Straßenbau und Erschließung bringe eigens eine Bodenmarkierung auf dem Pflaster an - "in der Liebfrauenstraße zwischen der dritten und der vierten Baumscheibe von Süden".

Er habe die Sondernutzungserlaubnis "zugegebenerweise mit einem gewissen Augenzwinkern" erteilt, sagte Oesterling. Er hätte es vorgezogen, den schon mindestens sechs Jahre andauernden Zustand einfach weiter zu dulden. Nachdem sein Magistratskollege, Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU), aber eine weitere Duldung von der Genehmigung abhängig gemacht habe, sei die Angelegenheit zu einem Verwaltungsakt geworden, mit dem im Rathaus Römer "wohl mindestens zwei Dutzend Personen beschäftigt gewesen seien".

Das Ordnungsamt hatte dem Obdachlosen Anfang September untersagt, seine Eisenbahn und die anderen Spielsachen weiterhin aufzubauen. Die Behördenvertreter nahmen dem Wohnungslosen seine Eisenbahn weg. Das sorgte für Aufruhr in den sozialen Netzwerken, für Berichte in den Medien und für Streit in der Koalition. Der Grund vonseiten des Ordnungsamts: Ihm fehle die vorgeschriebene Sondernutzungserlaubnis und er beanspruche mit seinen Habseligkeiten zu viel Platz im öffentlichen Raum. Vor wenigen Wochen erhielt Eisenbahn-Reiner seine beschlagnahmte Bahn dann zurück, wo er sie aufbauen werde, war bis dato jedoch noch unklar. (jrd)

Quelle: op-online.de

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