Müllberge und wildes Parken

Stadt macht den Grill aus

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Frankfurt/Offenbach - Grillen im Grünen ist beliebt –und sorgt für Ärger. Manche Wiese ist im Sommer restlos überfüllt und danach vermüllt. Frankfurt greift nun zu einer rigorosen Maßnahme. Von Ira Schaible

Die Grillplätze im Frankfurter Heinrich-Kraft-Park sind äußerst beliebt. Doch mit dem Freiluft-Vergnügen ist bald Schluss: Am 16. Oktober wird die Grillanlage in Fechenheim direkt gegenüber dem Offenbacher Stadtteil Bürgel abgebaut. Der Leiter des Grünflächenamts, Stephan Heldmann: „Ungestörtes Spielen ist zwischen den vielen grillenden Gruppen und den sich jedes Wochenende ansammelnden Müllmengen nicht mehr möglich.“ Und: „Der an schönen Wochenenden völlig überfüllte Parkplatz und das wilde Parken am Straßenrand führen zu gefährlichen Verkehrssituationen.“

Die Grillsaison dauert nach Einschätzung von Fachleuten inzwischen das ganze Jahr. „Es wird zu allen möglichen Anlässen gegrillt, im Durchschnitt 25-mal im Jahr“, sagt der Sprecher der German Barbecue Association, Ernst Büttner. Viele zögen ins Grüne. „Nicht jeder hat ja den Garten dazu.“ Auch in Frankfurt hat Heldmann festgestellt: „Grillen im Freien hat in den letzten Jahren stark zugenommen.“ Viele Familien mit Migrationshintergrund kämen in großen Gruppen. Die Grillplätze seien zudem so gut ausgestattet, dass an einigen sogar halbe Lämmer gebraten werden könnten. Dies wiederum locke auch viele Nicht-Frankfurter an – wie im Heinrich-Kraft-Park. Nach Einschätzung des Ortsbeirats kämen etwa 80 Prozent der Nutzer von außerhalb.

Festmahl vom Grill: Meeresfrüchte für lauschige Abende

In Offenbach versuchten vor allem junge Leute nach Badeschluss im Naturschutzgebiet am Schultheis-Weiher zu grillen, heißt es bei der Stadt. Dies werde jedoch durch eine Aufsicht verhindert, die auch nach Badeschluss noch da ist. „Das Grillen wird geduldet“, sagte ein Sprecher der Stadt Darmstadt. Die kommunale Polizei fahre Streife und greife ein, wenn Abfall liegen bleibt. Denn die Müllberge hätten auch hier zugenommen: „Nicht nur das Erscheinungsbild der Grünanlagen leidet sichtbar, es zieht auch Rattenbefall nach sich.“ (dpa)

Grillsoßen für Fleisch, Fisch und Gemüse

 

Quelle: op-online.de

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