Dicke Hagelkörner in Mittelhessen

Straßen und Keller bei Gewitter überflutet

Gießen - In Mittelhessen sind bei einem Gewitter vier Zentimeter dicke Hagelkörner heruntergekommen. Menschen wurden nicht verletzt, aber Keller liefen voll.

Ein schweres Gewitter hat heute in Mittelhessen Straßen unter Wasser gesetzt und Bäume entwurzelt. Stellenweise prasselten vier Zentimeter dicke Hagelkörner nieder, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Betroffen war zunächst vor allem Gießen. Dort liefen nach starkem Regen in wenigen Minuten Keller voll Wasser, mehrere Bäume stürzten um. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Kurzzeitig musste auch die Autobahn 485 zwischen Linden und Bergwerkswald gesperrt werden. Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Das Gewitter tobte ungefähr eine halbe Stunde. Danach strahlte wieder die Sonne. Auch in Nordhessen fielen nach einem heftigen Gewitter Äste auf die Straßen. Vor allem im Werra-Meißner-Kreis wurden nach Polizeiangaben einige kleinere Straßen überflutet. Die Gewitterfront hatte sich dem DWD zufolge am frühen Nachmittag über dem Hunsrück in Rheinland-Pfalz gebildet. Von dort zog sie Richtung Mittelhessen.

Lesen Sie dazu auch:

Auf tropische Nacht folgen Hitze und Unwetter in der Region

Teilweise fielen bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter. In Gießen genügte eine Sturmböe von 88 Stundenkilometern, um Bäume umzuwerfen. "Die Böden sind durchnässt, daher reichen Böen aus, um sie kippen zu lassen", sagte DWD-Meteorologin Johanna Anger. Auf der Bahnstrecke Wiesbaden-Koblenz wurden beiderseits des Rheins die Gleise unterspült, wie eine Bahnsprecherin in Berlin sagte. Rechtsrheinisch war der Bereich zwischen Lorch und Kaub betroffen. Zunächst war unklar, wann der Verkehr dort wieder aufgenommen werden konnte. Die Gewitter werden nach der Vorhersage des DWD bis in die Nacht zum Sonntag anhalten. Stellenweise muss weiter mit Hagel und Starkregen gerechnet werden. Im Laufe des Sonntags soll sich das Wetter beruhigen. Die Temperaturen gehen auf Werte zwischen 20 und 23 Grad zurück.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Kommentare