DFB-Zentrum Fall für Kommission

Streit um Frankfurter Rennbahn erreicht Brüssel

Frankfurt - Die EU-Kommission geht Vorwürfen wegen unerlaubter Beihilfen beim geplanten Bau des neuen DFB-Zentrums auf dem Gelände der Galopprennbahn in Frankfurt nach.

Die Behörde habe eine Beschwerde erhalten, der sie nun nachgehe, teilte ein Sprecher der Brüsseler Kommission mit. Der Rennklub wehrt sich in diversen Gerichtsverfahren gegen die Räumung des Geländes, ein Bürgerentscheid pro Rennbahn war gescheitert. Die Stadt Frankfurt, die dem DFB das Grundstück in Erbbaurecht für 6,8 Millionen Euro übertragen hat, sieht sich im Recht. Der Rennklub ist der Auffassung, der Preis sei zu niedrig.

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Das Gelände sei zudem ohne öffentliches Gebotsverfahren an den DFB vergeben worden. Andere Sportverbände oder Vereine hätte somit keine Chance gehabt, an das Grundstück zu kommen. Die Stadt hält den Preis nach wie vor für angemessen. Die Ansiedlung des DFB-Zentrums sei im öffentlichen Interesse, sagte ein Sprecher des Planungsdezernats heute. Auch die Vergabe sei einwandfrei gewesen. Es handele sich bei dem Geschäft nicht um einen Verkauf, sondern um Vergabe im Erbbaurecht, deshalb sei keine förmliche Ausschreibung nötig. Die Beschwerde in Brüssel sei überflüssig.

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Mit dem Bau des über 100 Millionen Euro teuren DFB-Leistungszentrums soll Anfang 2017 begonnen werden, die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant. (dpa)

Quelle: op-online.de

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